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Borna Der Abwasserkanal in Elstertrebnitz macht Fortschritte
Region Borna Der Abwasserkanal in Elstertrebnitz macht Fortschritte
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09:00 31.07.2019
Sie schauen sich an der neuen Pumpstation schon mal die Pläne für das letzte Stück des langen Straßenbaus an, das im nächsten Jahr absolviert werden soll: Bauleiter Jürgen Nicolaus, Andreas Köhler vom Zweckverband, Bürgermeister David Zühlke und Planer Hans Mirschel (v.l.). Quelle: Claudia Carell
Elstertrebnitz

Zwar zählt Elstertrebnitz mit knapp 1300 Einwohnern zu den kleinsten eigenständigen Gemeinden Sachsens – doch es erstreckt sich über mehrere Kilometer, hat eine lange und viele kleine Straßen. Die saniert die Kommune seit 1994 Stück für Stück. Am Dienstag wurde im G-Dorf das vorletzte Teilstück übergeben. Es gibt sieben Ortsteile, die auch mit A- bis G-Dorf abgekürzt werden.

260 Meter Straße wurden an der Eisenmühle gebaut. Neue Trink- und Abwasserleitung plus Pumpstation, 29 Hausanschlüsse und ein Deckenschluss gehörten zu dem Projekt. Die Kosten liegen bei 510.000 Euro, sagte Bürgermeister David Zühlke (CDU).

Vertrag wegen biologischer Kläranlagen

„Der Kanalbau ist ein großes Projekt für unseren Ort“, meinte er. Fördermittel fließen derzeit so gut wie keine. Man erhalte pro Hausanschluss 200 Euro, das sei „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Zu Beginn des langwierigen Straßenbaus konnte die Kommune finanziell immer mal Luft schöpfen und ein Jahr aussetzen – seit 2015 kann sie sich das nicht mehr leisten. Damals schloss sie mit dem Landkreis einen Vertrag ab, dass bis 2020 alle Haushalte an die öffentliche Abwasserentsorgung angeschlossen sein müssen. Ohne diesen Vertrag hätten die Bürger ohne Anschluss bis Ende 2015 eine biologische Kläranlage bauen müssen – mit erheblichen Kosten, wie der Ortschef sagte.

2019 finanziell schwieriges Jahr

So baut die Gemeinde seit 2015 jedes Jahr ein Stück Straße und schultert die Kosten fast allein. „Das ist ein Kraftakt“, meinte der ehrenamtliche Bürgermeister. Vor allem in diesem finanziell schwierigen Jahr: Die Gemeinde muss 360.000 Euro bereits erhaltene Steuern zurückzahlen und gilt zudem aufgrund einer einmaligen Nachzahlung als reiche Kommune – daher entfallen die Schlüsselzuweisungen des Freistaates. Außerdem kamen weitere Bauprojekte wie Feuerwehrgerätehaus, Radweg und Erweiterung des Kindergartens hinzu.

Grundhafter Ausbau wird nachgeholt

Im nächsten Jahr stehen noch drei kleinere Straßen im G-Dorf an, die an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen werden müssen. Die Planungen dafür sind im Gange, die Kosten stehen noch nicht fest.

Doch auch nach dem Jahr 2020 ist es mit dem Straßenbau in Elstertrebnitz nicht vorbei. Man habe bei den letzten Projekten aus Kostengründen Abstriche machen müssen und keinen grundhaften Ausbau stemmen können. Dies betreffe drei Teilstücke im G-Dorf. Das soll nachgeholt werden – mit Hilfe von Fördermitteln in Höhe von 70 bis 80 Prozent, auf die man ab 2021 hofft.

Von Claudia Carell

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