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Borna Deutzener Eltern fordern Klarheit bei Hortbetreuung
Region Borna Deutzener Eltern fordern Klarheit bei Hortbetreuung
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14:00 26.07.2019
Noch immer ist unklar, wie es beim Hort weitergeht, wenn die Schule in Deutzen notausgelagert wird. Quelle: Julia Tonne
Neukieritzsch

Drei Wochen noch sind es bis zum Anfang des nächsten Schuljahres. Für die Eltern aus Neukieritzschs Ortsteil Deutzen eine denkbar knappe Zeit. Denn noch immer wissen sie nicht, wie es ab Mitte August für ihre Kinder, die die Grundschule besuchen, weitergehen soll. Zwar ist der Unterricht gesichert – die Schule „4 Jahreszeiten“ wird wegen etlicher Mängel an der elektrischen Anlage nach Neukieritzsch notausgelagert –, aber ob auch die Hortbetreuung abgesichert sein wird, weiß derzeit niemand.

„Wir werden bislang völlig im Unklaren gelassen“, sagt Elternratsvorsitzende Jana Pfaff. Weder sei klar, ob es überhaupt einen Hort gebe, noch, wo die von Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) angekündigten Container stehen könnten. Und auch die Fortführung der Ganztagsangebote – „und davon gab es richtig viele“ – sei fraglich.

„Wir werden bislang völlig im Unklaren gelassen“, sagt Elternratsvorsitzende Jana Pfaff. Quelle: privat

Buskinder aus Ramsdorf müssen am Tag eine Stunde draußen warten

Vor einer besonderen Herausforderung stehen die Kinder aus Ramsdorf, die in Deutzen zur Schule gehen. Denn die kommen mit dem Bus zunächst von Ramsdorf nach Deutzen und müssen dann weiter nach Neukieritzsch. Doch die Umstiegszeiten sind für Mutter Annett Oppermann keineswegs akzeptabel. So kommt der Bus aus Ramsdorf morgens um 7.12 Uhr in Deutzen an, der nach Neukieritzsch fährt aber erst 7.45 Uhr weiter.

Am Nachmittag liegt sogar eine dreiviertel Stunde zwischen Ankunft in Deutzen und Abfahrt nach Ramsdorf. „Wenn es dann keinen Hort gibt, stehen unsere Kinder bei Wind und Wetter und ohne Betreuung jeden Tag mehr als eine Stunde draußen“, macht sie deutlich. Im Winter, bei Dauerregen und bei Dunkelheit eine Zumutung.

„Dass unsere ’Buskinder’ persönlich von den Horterziehern bis zur Abfahrt beaufsichtigt wurden, gab uns Eltern bisher Sicherheit“, sagt sie. Denn bedauerlicherweise sei nicht immer Verlass auf die Schülerbeförderung gewesen. Nicht nur einmal sei ein Kind an der Haltestelle „vergessen“ worden, weil der Fahrer gar nicht erst zur Schule hinter gefahren ist. Sollte es keinen Hort geben, müsse mindestens abgesichert sein, dass „die Kinder nicht mutterseelenallein an der Haltestelle warten“.

Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) will das Problem der Hortbetreuung in Deutzen lösen. Quelle: Jens Paul Taubert

Elternrat hofft auf schnelle Antworten der Gemeinde

Oppermann und der Elternrat hoffen nun auf schnelle Antworten der Gemeinde. „Wir brauchen Sicherheit“, betont Oppermann, die ganze bisherige Ferienzeit habe wegen der permanenten emotionalen Belastung keinerlei Erholung mit sich gebracht – „weder für unsere Kinder, für die die ganze Situation schlimm genug ist, noch für uns Eltern“.

Von Seiten der Gemeinde Neukieritzsch heißt es, dass die Verwaltung alle Hebel in Bewegung gesetzt habe, damit die Container pünktlich zum Schuljahresanfang in Deutzen stehen. „Der Planer tut und macht“, erklärt Hellriegel. Es werde auf jeden Fall eine Hortbetreuung geben. Das können die Eltern nur hoffen, denn sollte das nicht der Fall sein, müssen sie sehen, wie sie die Betreuung ihrer Kinder abdecken können. „Und wir können nicht alle unsere Arbeitszeiten mal eben anpassen und früher gehen“, betont Oppermann.

Während der Sommerferien besuchen die Deutzener Grundschüler den Hort

Während der Sommerferien besuchen die Deutzener Grundschüler den Hort, der für die sechs Wochen in den Turnraum des Kindergartens eingezogen ist. Die AWO als Träger von Hort und Kita Deutzen habe laut Geschäftsführerin Heike Buchheim die Genehmigung, die 15 für die Ferien angemeldeten Hortkinder bei den Kleinen Strolchen betreuen zu dürfen. Sollten die angekündigten Container kommen, sei die AWO auch weiterhin Träger für den Hort.

Wenn auch die Betreuung in diesen Tagen gesichert ist, so richtig glücklich sind Eltern und Kinder dennoch nicht. „Weil der Turnraum an den Krippenbereich angrenzt, müssen die Großen in der Mittagszeit leise sein, zudem ist es recht beengt“, sagt Pfaff. Kitaleitung und Erzieher würden die Situation mit Bravour meistern, seien aber auch sehr gefordert.

Von Julia Tonne

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