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Borna Diakonie baut für Rötha eine Kindertagesstätte
Region Borna Diakonie baut für Rötha eine Kindertagesstätte
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15:00 21.12.2018
Hier auf dem Hartplatz in der Straße der Jugend wird die neue Kindertagesstätte in Rötha gebaut.
Hier auf dem Hartplatz in der Straße der Jugend wird die neue Kindertagesstätte in Rötha gebaut. Quelle: André Neumann
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Rötha

Der Stadtrat von Rötha hat auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr den Bau einer dringend benötigten neuen Kindertagesstätte vorangetrieben. Dazu wurde ein Vertrag mit der Diakonie Leipziger Land gebilligt. Unterdessen steht die Stadt vor dem Problem, schon ab März nächsten mehr Kinderbetreuungsplätze anbieten zu müssen, als in den bestehenden Einrichtungen verfügbar sind.

1,9 Millionen Euro soll die neue Kindertagesstätte kosten, die in der Straße der Jugend neben dem Mehrgenerationenhaus gebaut wird. Diese Summe steht als Obergrenze in dem Vertrag, den die Stadt mit der Diakonie Leipziger Land abschließt und dessen Entwurf der Stadtrat jetzt zugestimmt hat.

Diakonie betreibt die Kindertagesstätte für mindestens 25 Jahre

Die Diakonie fungiert demnach als Bauherr für die neue Kindereinrichtung. Nach Fertigstellung geht das neue Gebäude, das auf einem städtischen Grundstück errichtet wird, ins Eigentum der Stadt über. Die Diakonie betreibt die Kindertagesstätte dann für mindestens 25 Jahre.

Ein neuer Raum für die Krippe in der Kindertagesstätte in Espenhain Quelle: André Neumann

Stadtrat Uwe Wellmann (CDU) wies auf die Möglichkeit hin, dass Baukosten „aus dem Ruder laufen könnten“. Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos), betonte in dem Zusammenhang, die 1,9 Millionen, die offiziell als Zuschuss bezeichnet werden, gelten als Obergrenze. Wenn die Diakonie mit dem Geld nicht auskomme, sei sie selbst gefordert. Stefan Winkelmann, Fachbereichsleiter für Kindertagesstätten bei der Diakonie, bestätigte die Verfahrensweise.

Planungen für die Kita laufen

Wellmann möchte dennoch, dass die Stadt und der Stadtrat über die Kostenentwicklung beim Bau regelmäßig informiert werden. Winkelmann sagte das zu.

Stadtrat Uwe Wellmann (CDU) wies auf die Möglichkeit hin, dass Baukosten „aus dem Ruder laufen könnten“. Quelle: privat

Unterdessen laufen die Planungen für die Kita bereits an. Den erste Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Thomas Schubach, das gerade von Großpösna nach Naunhof umgezogen ist, hat die Stadt ausgelöst. Auch die Baugrunduntersuchung beginne, sagte Bauamtsleiterin Kerstin Haase.

Unabhängig vom Neubauvorhaben muss die Stadt ab März zusätzliche Kinderbetreuungsplätze vorhalten. „Wir haben eine lange Liste von Kindern, die ab März betreut werden müssen“, hatte Eichhorn schon bei der Vergabe der Planungsleistungen gesagt. Im Laufe des Jahres 2019 werden voraussichtlich weitere hinzukommen.

Objekt in Espenhain soll umgebaut werden

Eine Zwischenlösung mit Containern, die die Stadt ursprünglich ins Auge gefasst hatte, war aus Kostengründen verworfen worden. Zwischenzeitlich verfolgte die Stadt die Idee, in Rötha verfügbare Wohnungen für kleine Betreuungsgruppen zu nutzen, jetzt soll laut Bürgermeister ein Objekt in Espenhain entsprechend umgebaut werden.

Die neue Kindertagesstätte soll Platz für 69 Kinder bieten. Nachdem die Stadt zunächst einen Bauplatz am Johan-Sebastian-Bach-Platz favorisiert hatte, einigte sich der Stadtrat auf den Hartplatz zwischen Schule und Mehrgenerationenhaus als Standort. Damit wird sich die neue Kindertagesstätte auch in unmittelbarer Nachbarschaft der bestehenden befinden.

Auf dem Areal befinden sich derzeit ein öffentlicher Spielplatz und eine Reitanlage. Während für den Spielplatz ein neuer Standort im Gespräch ist, hofft Ursula Reich mit ihrem Reit- und Kutschbetrieb, auf dem von der Stadt gepachteten Gelände bleiben zu können.

Von André Neumann