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Borna Diebesbanden haben Borna im Visier
Region Borna Diebesbanden haben Borna im Visier
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10:15 13.08.2018
Einige Unternehmen in der Abtsdorfer Straße haben nachgerüstet, unter anderem mit Zaunspitzen und Videoüberwachung. Quelle: Julia Tonne
Borna

Neue Schlösser, Videoüberwachung, Montage von Spitzen auf den Zäunen: Thomas Meiner, Inhaber von M & R Gebäudetechnik, rüstet auf seinem Grundstück auf. Der Grund: Seit Sommer 2017 häufen sich in der Abtsdorfer Straße in Borna Einbrüche und Versuche. „In den vergangenen Monaten hat das eine Größenordnung erreicht, die nicht mehr hinnehmbar ist“, macht er deutlich. Erst vor wenigen Tagen hatte Meiner ungebetenen Besuch in der Nacht – und mit dem Problem ist er bei weitem nicht der Einzige. Auch beim Nachbar-Unternehmen Kematherm haben es Diebe bereits mehrmals versucht. Zeitweise sogar mehrmals in der Woche.

Unternehmer vermutet Beschaffungskriminalität

Für den Geschäftsinhaber sind das „Streifzüge“ von Diebesbanden, die sich die Abtsdorfer Straße bewusst ausgesucht hätten. Betroffen seien unter anderem der Abwasserzweckverband, das Betonwerk Bad Lausick und die Firma Mammitzsch. „Allerdings sind nicht nur Unternehmen Ziel der Banden, sondern auch Privathäuser. Dort ist es ebenfalls schon zu Einbruchsversuchen gekommen.“ Meiner geht davon aus, dass Beschaffungskriminalität Hintergrund für die Einbruchserie ist. Auf jeden Fall sei der Einfluss auf die Abläufe im Betrieb groß. „Denn es gibt immer wieder Schäden an Türen, Fenstern und auch am Zaun.“

Deshalb habe nicht nur er nachgerüstet, sondern auch die Inhaber benachbarter Firmen. Mittlerweile sichert Meiner sein Grundstück mit Videokameras und hat dem Zaun spitze Zacken verpasst, um das Klettern zu verhindern. Allerdings lassen sich nicht nur die Unternehmen Neues einfallen, auch die Diebe passen sich an. „Wenn wir etwas verändert haben, sehen wir, dass sich die Diebe darauf eingestellt haben“, sagt Meiner. Entweder hätten sie die Zacken mit einer Spezialsäge entfernt oder Spezialwerkzeug zum Knacken der Schlösser mitgebracht. „Das ist ein Hochrüsten auf beiden Seiten.“

Abtsdorfer Straße als Schwerpunkt bekannt

Die Stadt kennt das Problem seit einiger Zeit und ist im Gespräch mit dem Polizeirevier Borna. „Auch die Jahnstraße ist verstärkt betroffen“, sagt Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Sie rät Unternehmern und Anwohnern, verstärkt die Gegend zu beobachten. Dass zunehmend die Videoüberwachung zum Einsatz komme, könne sie verstehen, allerdings macht sie eine Einschränkung: „Die Bürgersteige dürfen nicht gefilmt werden.“

Bei der Polizeidirektion (PD) Leipzig ist das Viertel ebenfalls als „Schwerpunkt bekannt“, wie Michael Fengler von der PD sagt. Nicht nur in der Abtsdorfer Straße, sondern auch in Jahnstraße und Haulwitzer Straße seien in diesen Wochen verstärkt Streifen unterwegs. Ein Anwohner bringt die Häufung der versuchten und gelungenen Einbrüche in Verbindung mit der gesperrten Abtsdorfer Straße. „Seit die zu ist, gibt es hier keinen Durchgangsverkehr mehr. Seitdem haben wir mehrmals in der Woche damit zu kämpfen“, betont er. Mittlerweile fühlten sich weder die Unternehmer noch die Privatleute wohl hier.

Fengler verweist daher auf die Kriminalprävention d er polizeilichen Beratungsstelle. „Die Mitarbeiter beraten kostenlos und kompetent zu Fragen der sicherheitstechnischen sowie verhaltensorientierten Kriminalprävention“, macht er deutlich. Zu erreichen sei die Beratungsstelle unter der Telefonnummer 0341 960 4951.

Von Julia Tonne

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