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Borna Düstere Stimmung im Kulturpark Deutzen
Region Borna Düstere Stimmung im Kulturpark Deutzen
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16:06 08.09.2019
Placebo Effect ging schon am Freitagabend auf Tuchfühlung zum Publikum. Quelle: Julia Tonne
Borna

Schwarz statt grün: Der sonst so idyllische Kulturpark Deutzen wurde am Wochenende zum Mekka der dunklen Szene. Während das Leben während des Tageslichts etwas geruhsamer vonstatten ging, tobte es in den Abend- und Nachtstunden. Auf vier Bühnen ging es während des Wochenendes bei der Nocturnal Culture Night (NCN) düster zu.

Totenköpfe, Fledermäuse, Sargdeckel und zig Bands: Der Kulturpark in Deutzen war am Wochenende Mekka der düsteren Szene. Die Nocturnal Culture Night hatte aber auch einige Kuriositäten zu bieten.

Viele Besucher kommen seit Jahren nach Deutzen

Selbst Familien mit Kleinkindern zog es nach Deutzen, so wie Bettina und Sören mit Sohn Max. 19 Monate alt ist der Kleine gerade einmal – und erlebte schon seine zweite NCN. Ausgestattet mit Kopfhörern, um die Lautstärke etwas einzudämmen. „Wir sind jedes Jahr hier“, sagt Sören. Zum einen sei der Weg von Leipzig nach Deutzen nicht so weit, zum anderen stehe das Festival anderen in nichts nach. „Es ist gemütlich, übersichtlich und hat geile Bands zu bieten.“

Schon am Freitagabend war der Kulturpark von schwarzen und zugleich zutraulichen Gestalten bevölkert, voll war es vor allem an der Amphibühne, wo „Spark!“ die Zuhörer in Ekstase versetzte. Und auch an der Weidenbogenbühne gab es kein Durchkommen, auf der Bühne trieb Placebo Effect sein Unwesen.

Händler schätzen friedliche Atmosphäre

Die Stände entlang der Flaniermeilen im Park versorgten die Besucher mit entsprechendem Equipment. So war Kevin, der aus Oranienburg kommt, ohne Gürtel losgefahren und musste bei Nika Schönewolf nach Ersatz Ausschau halten. „Beim NCN sind wir jedes Jahr dabei. Am besten gehen T-Shirts, Ketten, Haarspangen“, zählt diese auf. Das NCN sei schlicht etwas ganz Besonderes: friedlich und entspannt.

Organisatoren von Deutzen für Szene-Wissen bekannt

Genau das sind die Eigenschaften, die auch Michael, Nadine und Sabine hierher locken. Seit Jahren kommen die Bamberger nach Deutzen und kaufen ihre Karten, noch bevor feststeht, welche Bands auftreten. „Wir wissen aber, dass die Organisatoren die Szene genau kennen und dann auch die besten Bands einladen“, macht Nadine deutlich. Wichtig ist ihnen, dass es Bands seien, die mit dem Publikum auf Tuchfühlung gehen und die keine Botschaften, sondern ihren eigenen Ausdruck auf der Bühne rüberbringen. Darüber hinaus brauchen sie auch kein Schaulaufen wie beim Wave Gotik Treffen, sondern schlicht „schwarze Alltagsklamotten“. Die würden zur Atmosphäre nach Deutzen perfekt passen.

Sargdeckel und Grabsteine als Deko

Ein Stand war am Wochenende regelmäßig überlaufen: der von Jens Müller aus Leipzig. Der Metall- und Feuerwerkskünstler hat mittlerweile auch Pyramiden für die dunkle Szene im Angebot. Flügel wie Fledermausflügel oder Sargdeckel, Hexen und Grabsteine als Deko. „Die sind total geil. Und vor allem kann man sie auch das ganze Jahr über stehen lassen“, erklärt Dyglind aus Halle.

Von Julia Tonne

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