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Borna Ehemalige Einwohner von Stöntzsch feiern im September großes Wiedersehen
Region Borna Ehemalige Einwohner von Stöntzsch feiern im September großes Wiedersehen
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05:00 06.03.2018
Eine historische Ansichtskarte aus Stöntzsch bei Pegau. Das Bauerndorf wurde 1964 überbaggert.
Eine historische Ansichtskarte aus Stöntzsch bei Pegau. Das Bauerndorf wurde 1964 überbaggert. Quelle: Archiv
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Pegau

Aller zwei Jahre feiern die ehemaligen Bewohner der Gemeinde Stöntzsch sowie ihre Angehörigen und Familien ein großes Wiedersehen im Volkshaus Pegau. Das mittlerweile achte Treffen findet am 22. September ab 15 Uhr statt.

Vorbereitungen laufen

Ein Gremium um den ehemaligen Bürgermeister Gerhard Schmidt aus Löben hat mit den Vorbereitungen längst begonnen. „Ich kann mich noch gut an jedes Haus und jeden Hof in Stöntzsch erinnern“, sagt der Rentner über das Heimatdorf seiner Mutter, wo er einen Teil seiner Kindheit verlebte. Hier besuchte der 76-Jährige anderthalb Jahre lang die Schule und hat noch genau den Kolonialwarenladen, die Gaststätte und den Bäckerladen vor Augen, in dem es auch Eis zu kaufen gab. „Es war eine schöne Zeit“, so seine Worte. 1948 zog die Familie nach Löben bei Kitzen, wo sein Vater herstammt.

Die Glocken der Dorfkirche St. Mauritius in Stöntzsch waren am 5. Juli 1964 für immer verstummt. An diesem Tag feierte die Kirchgemeinde mit zahlreichen kirchlichen Würdenträgern sowie Dorfbewohnern ihren letzten Abendmahlsgottesdienst. Das notierte der Pegauer Ortschronist Johannes Brumme in seinen persönlichen Aufzeichnungen.

Erstes großes Treffen war 2005

Danach hatten die Baggerschaufeln aus Profen das Bauerndorf fest in der Hand und die verbliebenen Einwohner mussten sich ein neues Zuhause suchen. Ein Großteil der Stöntzscher zog in das Neubaugebiet Pegau-Nord, das extra für sie errichtet wurde. Andere verschlug es ins benachbarte Groitzsch oder weiter weg. Bis heute erinnern sich die Einwohner gerne an ihren Heimatort mit seinen Gaststätten, dem Floßgraben, der Bäckerei und der Schule.

Das erste große Treffen der ehemaligen Stöntzscher, mit denen auch Teile der Bewohner der Coburger Straße und von Eulau umsiedeln mussten, fand 2005 mit über 300 Teilnehmern statt.

Anmeldungen für die Wiedersehensfeier nimmt das Museum Pegau ab sofort unter der Telefonnummer 034296/98033 entgegen.

Von Kathrin Haase