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Borna Ehemalige aus weggebaggerten Orten rund um Lippendorf treffen sich
Region Borna Ehemalige aus weggebaggerten Orten rund um Lippendorf treffen sich
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15:00 07.05.2019
Beim Heimattreffen schwelgen ehemalige Bewohner der Ortschaften rund um Lippendorf in Erinnerungen.
Beim Heimattreffen schwelgen ehemalige Bewohner der Ortschaften rund um Lippendorf in Erinnerungen. Quelle: Roger Dietze
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Neukieritzsch/Großstolpen

In diesem Jahr ist es wieder Zeit für ein Heimattreffen ehemaliger Bewohner von Orten rund um Neukieritzsch, die ganz oder teilweise nicht mehr existieren. Es geht um Kieritzsch, Lippendorf, Peres, Piegel und Pulgar. „Ganz herzlich laden wir für dieses Wiedersehen Einwohner beziehungsweise ehemalige Einwohner ein“, sagt Werner Eißner.

Der ehemalige Lippendorfer Bürgermeister und Ortschaftsrat sowie Ortschronist ist seit vielen Jahren einer der Veranstalter des Treffens. Das findet seit 1994 ungefähr alle zwei oder drei Jahre im Kulturhaus in Großstolpen statt. Dort erwarten die Veranstalter in diesem Jahr am 7. September ab 14 Uhr die Ehemaligen.

Umsiedelungen während der 60er-Jahre rund um Lippendorf

Ob sie nun umsiedeln mussten oder aus anderen Gründen aus ihren Heimatdörfern wegzogen. Willkommen seien aber auch Einwohner aus Nachbarorten, die die Gelegenheit nutzen können, um Freunde, Nachbarn, Schulkameraden, Arbeitskollegen und Verwandte wiederzusehen.

Die Umsiedelungen, die dem Heimattreffen zugrunde liegen, reichen bis in die 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück. Für den Bau des heute alten Kraftwerks Lippendorf waren Mitte der 1960er-Jahre der Ortsteil Spansdorf und Teile von Lippendorf, das ehemalige Medewitzsch, weggebaggert worden.

Ab 1988 mussten Teile von Lippendorf und Kieritzsch einer Erdgas-/Ethylenleitung und dem heranrückenden Tagebau weichen. Pulgar war bis 1976 für den Aufbau des Chemiewerkes aufgegeben worden, Piegel wurde zur selben Zeit und Peres 1982/83 für den Tagebau Peres aufgegeben.

Anmeldungen für das Treffen nehmen Werner Eißner (Telefon 034342/5 03 88), Sigrid Reim (034206/5 52 97) und Klaus Thiele (034296/4 09 68) entgegen.

Von André Neumann