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Borna Brandstifter legt Feuer an Wohnhaus in Neukieritzsch-Großzössen
Region Borna Brandstifter legt Feuer an Wohnhaus in Neukieritzsch-Großzössen
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09:08 22.02.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Neukieritzsch

Das beherzte und konsequente Eingreifen von Nachbarn verhinderte am Donnerstagabend, dass ein Feuer ein Einfamilienhaus in Großzössen schwer in Mitleidenschaft zog. Das Feuer war, begleitet von einem Knall, gegen 19 Uhr auf der Terrasse des Gebäudes in der Lobstädter Straße ausgebrochen. Die Eigentümer waren zu diesem Zeitpunkt abwesend.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein Unbekannter Rattangartenmöbel auf der Terrasse der Doppelhaushälfte entzündet. „Ein Nachbar, selbst Mitglied der Feuerwehr, hörte das laute Geräusch, schaute nach - und begann sofort mit der Bekämpfung des Feuers“, sagte Maik Stelzner, Gemeindewehrleiter von Neukieritzsch, der den Einsatz leitete. „Am Haus entstand nur geringer Schaden, doch Augenblicke später hätten die Flammen den Dachstuhl erfassen können. Dann wäre es fatal ausgegangen.“ Laut Polizei wurden durch das Feuer die Fassade, die Balkontür, ein Fenster sowie weitere Gegenstände beschädigt. Der  Schaden beläuft sich auf mehr als 10.000 Euro.

Feuerwehr muss Umweg über Feldwege fahren

Fatal sei zudem gewesen, dass die Neukieritzscher Feuerwehr den Brandort nicht auf direktem Weg erreichen konnte, denn die Glück-auf-Straße in Lobstädt ist voll gesperrt. „Ein Unding. Vereinbart war, dass Rettungsfahrzeuge durchfahren können. Doch wir mussten uns einen Weg über Feldwege suchen“, sagte Stelzner. Das Problem - das nicht zum ersten Mal auftauchte - werde er am Freitag dringend thematisieren. Um den Zeitverlust auszugleichen, wurde die Röthaer Wehr ebenfalls in Marsch gesetzt, die zeitgleich mit den Neukieritzschern eintraf. Im Einsatz waren zudem Kameraden aus Großzössen selbst, aus Kahnsdorf und Lobstädt. Angefordert wurde auch die Bornaer Drehleiter, die bei Gebäudebränden immer hinzu gezogen wird. Kai Noeske, der stellvertretende Kreisbrandmeister, machte sich vor Ort ein Bild von der Situation.

Das Feuer war schnell gelöscht. Größerer Schaden konnte vermieden werden. Der hätte umso erheblicher werden können, da das Nachbarhaus unmittelbar angebaut ist. Was zum Ausbruch des Feuers führte, ist noch unbekannt. Nach Lage der Dinge muss die Polizei erst einmal vom Verdacht einer Brandstiftung ausgehen. Näheres werden die Ermittlungen des Brandursachen-Ermittlers ergeben, der seine Arbeit am Freitag aufnimmt.

E.S./nöß

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