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Borna Elstertrebnitz: Für Kampfhunde Extra-Steuer
Region Borna Elstertrebnitz: Für Kampfhunde Extra-Steuer
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19:54 16.10.2018
Zwei Hunde spielen auf einer Wiese (Symbolfoto). Quelle: Annett Meinke
Elstertrebnitz

Eine neue Hundesteuersatzung hat der Gemeinderat Elstertrebnitz einstimmig beschlossen. Zum einen entsprach die bisherige nicht mehr den gesetzliche Anforderungen, sagte Bürgermeister David Zühlke (CDU). Sie war im März 2006 bestätigt worden. Und andererseits sei eine Anpassung der Steuerbeträge erforderlich geworden.

Kategorie Kampfhund neu eingeführt

Demnach steigt der Satz für den ersten Hund eines Halters von 25 auf 30 Euro. Jeder weitere Vierbeiner schlägt mit 50 Euro zu Buche. Neu eingeführt wird die Kategorie „gefährlicher Hund“ (Kampfhund), für die andernorts schon lange eine erhebliche Zahlung fällig wurde. In Elstertrebnitz sind es nun 150 Euro für das erste und 300 Euro für weitere Tiere. Damit liegt die Gemeinde immer noch – und meist sogar recht weit – unter den Summen von Kommunen der Umgebung, so Zühlke.

„Hundefreunde haben keine Chance“

„Das ist eine bodenlose Frechheit“, raunte es aus dem wieder recht gut besuchten Gästebereich. „Gegen diesen Gemeinderat haben Hundefreunde keine Chance.“ Von einer anderen Seite wurde halblaut eingeworfen, wann denn Katzenbesitzer zur Kasse gebeten werden. Eine Katzensteuer gebe es im deutschen Raum nicht, hieß es zur Antwort.

Marke gilt nun lebenslang

Der Bürgermeister erklärte, dass mit der Satzung das Verfahren geändert wird. Bisher habe der Halter alle zwei Jahre eine neue Marke erwerben müssen. Nun gelte eine lebenslang für ein Tier.

Zum Thema passend, fragte ein Bürger, warum es keinen Leinenzwang im Ort gibt. Nahe seines Grundstücks laufe immer wieder ein Hund auf die Straße vor die Autos. Und der Besitzer schimpfe noch, wenn er darauf angesprochen werde. Im Gemeinderat herrschte Unklarheit über die gesetzliche Regelung. Bei Daniela Gentzschs (CDU) Bemerkung, dass es eine bundesweite Festlegung dazu gibt, war wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken. Bürgermeister Zühlke war anderer Meinung, sich aber nicht sicher und sagte eine schriftliche Antwort auf die Anfrage zu.

Anleinpflicht nicht einheitlich geregelt

Eine deutschlandweite Richtlinie gibt es dafür nicht. Hingegen haben etwa das Bundesland Hamburg und viele Gemeinden eine allgemeine Anleinpflicht für Hunde auf öffentlichen Straßen und Anlagen, hatte Gilbert Häfner, Präsident des Oberlandesgerichts Dresden, im März dem MDR erklärt. Ausnahmen werden in der Regel für Blindenführhunde, Diensthunde im polizeilichen Einsatz sowie Hütehunde eingeräumt. Wer dem Leinenzwang zuwider handelt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, so Häfner.

Von Olaf Krenz

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