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Borna Elstertrebnitz lehnt neue Windanlagen ab
Region Borna Elstertrebnitz lehnt neue Windanlagen ab
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20:02 24.05.2018
Die Elstertrebnitzer wollen keine neuen Windräder auf der Kippe des Braunkohletagebaus Profen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Elstertrebnitz

Einen großflächigen „Spargel-Anbau“ zur Energiegewinnung soll es mit der Gemeinde Elstertrebnitz nicht geben. Die Kommune hat mit einer ausführlichen Begründung eine sogenannte Potenzialfläche für die Windkraftnutzung abgelehnt.

Argumente von Einwohnern mit enthalten

Das Papier wurde aus Stellungnahmen und Meinungen von Einwohnern und Gemeinderäten sowie verschiedenen fachlichen Anmerkungen zusammengestellt, informierte Bürgermeister David Zühlke (CDU) in der Ratssitzung. Gesendet wurde es dann an den Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen.

Der will, wie berichtet, den Regionalplan fortschreiben, der Entwicklungsmöglichkeiten für den Großraum Leipzig für die nächsten rund zehn Jahren darstellt. Ein Komplex beschäftigt sich mit Windenergie, wobei 388 Gebiete untersucht wurden.

Drei Gebiete betreffen Elstertrebnitz

Elstertrebnitz betreffen drei. Allerdings heißt die Einschätzung des Verbandes für „Gastewitz“ (gemeint war wohl ursprünglich Costewitz, zwölf Hektar) und „Eulau“ (drei Hektar): keine Eignung als Vorrang- und Eignungsgebiet zur Nutzung der Windenergie.

Anders sieht es für „Profen“ aus. Hier geht es um 355 Hektar westlich der Bahnstrecke Leipzig–Gera auf den Gemarkungen Trautzschen, Greitschütz und Costewitz (außerdem Pegau), die im Wesentlichen Eigentum des Braunkohleförderers Mibrag sind. Auf einem Teilareal von 73 Hektar könnten fünf Windkraftanlagen entstehen, heißt es in den Unterlagen.

Dagegen wendet sich die Gemeinde. „Viele Bürger haben ihren Unmut geäußert“, sagte Bürgermeister Zühlke. Dabei sei es um die jahrzehntelange Belastung aufgrund des Braunkohletagebaus, um Arten- und Bautenschutz gegangen. „Außerdem gibt es bei uns mit Wasserkraft- und Fotovoltaikanlagen schon reichlich alternative Energien.“

Gemeinderat billigte Ablehnung

Klar sei ihm auch nicht, warum hier von „Profen“ die Rede ist. „Das ist doch ein Ort in Sachsen-Anhalt, selbst wenn er nah bei uns liegt. Ob damit abgelenkt werden soll?“ Vor allem aber, das habe er auch Landrat Henry Graichen (CDU) deutlich gemacht, verstehe er nicht, dass bei Elstertrebnitz ein Windgebiet gegen den Willen der Einwohner geschaffen werden soll. Hingegen werde der Bürgerwindpark Werben bei Kitzen gestrichen, obwohl ihn die Leuten und die Agrarfirma wollen.

Die Gemeinderäte billigten das ablehnende Schreiben. „Es wird sicher nicht unsere einzige Reaktion bleiben“, so Zühlke. Er geht davon aus, dass die Kommune in den verschiedenen Verfahrensphasen mehrfach Stellung nehmen muss.

Von Olaf Krenz

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