Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Elstertrebnitzer bringt Landbäckerei voran
Region Borna Elstertrebnitzer bringt Landbäckerei voran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 20.07.2018
Lars Arndt will an der B 2 in Elstertrebnitz eine Landbäckerei aufbauen – im Hintergrund ist das künftige Bäckereigebäude zu sehen. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Elstertrebnitz

Der Duft von frischem Brot und Brötchen liegt fast schon in der Luft. Auch wenn von der künftigen Landbäckerei Elstertrebnitz noch nicht viel zu sehen ist, nehmen die Mühlen allmählich Schwung auf. „Es geht voran“, freut sich der Bauherr Lars Arndt über die ersten Fortschritte auf dem Gelände des ehemaligen Braugutes Oderwitz. Doch der 37-Jährige will nichts überstürzen. „Die Idee mit der Landbäckerei, Restaurant, Büros und Produktionshalle begleitet mich schon so viele Jahre, da kommt es auf ein, zwei Jahre nicht drauf an.“ Sein Ziel heißt weiter: Fertigstellung bis 2021/22.

Lars Arndt will eine Landbäckerei aufbauen - in diesem Gewölbe kann er sich ein Restaurant mit kleiner Showbrauerei vorstellen. Quelle: Jens Paul Taubert

Derzeit lässt Lars Arndt das Dach eines denkmalgeschützten Lagergebäudes neu decken – hier sollen einmal die Backstube und der Verkaufsraum einziehen. Es wird das Herzstück des Gewerbeparks und mit 400 000 Euro auch die größte Investition. Das Bäckereigebäude soll ebenso ein kleines Café für maximal 20 Personen bekommen sowie eine Terrasse von 200 Quadratmetern, für die ausschließlich natürliche Materialien wie Sandstein, Granit, Marmor und Massivholz verwendet werden.

Anzeige

Nächstes großes Ziel ist der Bebauungsplan

Bereits fertig gegossen ist das Fundament für eine 180 Quadratmeter große Garage, in der die Mitarbeiter einmal ihre Fahrzeuge abstellen können. Die Baugenehmigung liegt vor. Daneben hat sich der Elstertrebnitzer bereits um Ausgleichspflanzungen bemüht und ein 600 Quadratmeter großes separates Grundstück mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt.

Ein nächstes großes Ziel für dieses Jahr ist das Erstellen eines Bebauungsplanes für das Gesamtgrundstück. Das Gelände des Braugutes Oderwitz sowie einige umliegende Flurstücke umfassen immerhin 14 000 Quadratmeter und liegen direkt neben der Bundesstraße 2. Rad- und Reitwege führen unter anderem daran vorbei.

In den vergangenen Jahren hat der Grundstückseigentümer bereits einsturzgefährdete Gebäude auf dem Gelände entfernen lassen und damit Platz für Neues geschaffen. Momentan befinden sich versteckt noch drei Gewölbekeller von 80, 100 und 400 Quadratmetern Grundfläche, in denen früher Lebensmittel und Fässer eingelagert wurden und die heute zum Teil unter massiven Feuchtigkeitsschäden leiden.

Größter Keller könnte Restaurant werden

Den größten Keller will Lars Arndt als rustikales Restaurant für 20 bis 30 Personen ausbauen. Denkbar sei auch eine kleine Showbrauerei, um den Kreis zum ehemaligen Braugut zu schließen. Der zweite, schmalere Keller könne eine Spielattraktion für Kinder werden. „Wenn die Eltern bei uns in Ruhe ihren Kaffee trinken und Kuchen essen, haben die Kinder die Möglichkeit, dort zu spielen und sich auszutoben“, hat der Bauherr die Bilder schon vor Augen. „Mir liegt viel daran, dass die Keller erhalten bleiben.“

Täglich fahren Tausende Pendler vorbei

Unmittelbar an der Bundesstraße soll ein Parkplatz für etwa 40 Pkw, zwei Lkw und mit zwei Behindertenparkplätzen entstehen. „Wir liegen direkt an der B 2 zwischen Gera und Leipzig: Hier fahren täglich Tausende Pendler hin und her. Das bietet sich geradezu an“, findet der Elstertrebnitzer.

Ursprünglich mit Fördermitteln geplant, verfolgt der Bauherr als Alleinkämpfer nun andere Pläne. „Es läuft darauf hinaus, dass ich das Projekt komplett mit Eigenmitteln und durch Eigenleistungen finanziere. Dadurch verzögert es sich zwar, aber damit kann ich leben.“ Die Gemeinde Elstertrebnitz stehe hinter ihm und mache möglich, was in ihren Kräften steht. „Dafür bin ich sehr dankbar.“

Von Kathrin Haase