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Borna Erfolgreiches Storchenjahr in Borna und Geithain
Region Borna Erfolgreiches Storchenjahr in Borna und Geithain
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09:00 05.09.2019
Nach längerer Zeit siedelte sich auf dem Nest in Kleinprießligk wieder ein Storchenpaar an. Allerdings blieb hier eine Brut aus. Quelle: Olaf Becher
Borna/Geithain

In den Altkreisen Borna und Geithain ist das Klappern der Weißstörche schon deutlich weniger geworden. Zwischen Pegau und Syhra haben die meisten der über den Sommer hier brütenden Vögel bereits ihre Nester verlassen und sich auf den langen Weg in die südlichen Winterquartiere begeben. Die Naturschützer sprechen erneut von einem recht erfolgreichen Storchenjahr.

„Das dritte Jahr infolge können wir für unsere Region ein super Ergebnis verzeichnen. Mit sieben Brutpaaren und 17 ausgeflogenen Jungstörchen dürfen wir mehr als zufrieden sein. Viel mehr geben aber derzeit die hiesigen Bedingungen nicht her, denn die Tiere benötigen Gegenden mit extensiver Landwirtschaft, wo sich Wiesen, kleine Felder und feuchte Auen finden, die dem Storch ein reiches Nahrungsangebot bieten“, erklärte Andreas Fischer, Kreisbetreuer für die Weißstörche der Bornaer Region.

Weißstörche kommen immer zeitiger aus ihren Winterquartieren

Diese Saison setzte sich zudem der Trend der vergangenen Jahre fort, der die ersten Weißstörche immer zeitiger aus ihren Winterquartieren in heimische Gefilde zurückkehren lässt. Bereits am 19. Februar landete der angestammte Storchenmann auf dem Thränaer Horst, einen Tag später klapperte es auch schon in Groitzsch. Anfang März war dann ein Großteil der Nester besetzt, sodass auch die Brut ziemlich zeitig startete.

Am Groitzscher Storchennest können sich interessierte Vogelfreunde nun über die Großvögel und die Geschichte des hiesigen Horstes informieren. Quelle: Olaf Becher

Ein Frühjahr ohne große Wetterkapriolen begünstigte die Entwicklung der Eier, die gute Nahrungssituation wirkte sich ebenfalls positiv aus. Vor allem Mäuse konnten die Altvögel genug finden. Allerdings überlebten einige Küken die ersten Wochen nicht, was wohl den beiden Hitzephasen im Juni zuzuschreiben ist. In Groitzsch, Pegau, Saasdorf und Thräna gab es deshalb jeweils einen Jungtierverlust.

Alle anderen Geschwister überstanden den Sommer ohne Probleme. So wurden in Großzössen, Oelzschau und Saasdorf je drei Jungstörche flügge, in Groitzsch und Pegau je zwei und Thräna vermeldete sogar vier ausgeflogene Rotschnäbel. Hier wurden zudem zwei Pflegestörche ausgewildert, die der Storchenhof Loburg aufgepäppelt hatte. Lediglich in Kleinprießligk blieb das Paar ohne Bruterfolg.

Im Altkreis Geithain brüteten neun Storchen-Paare

Auch im ehemaligen Kreis Geithain stimmt die Statistik zuversichtlich. Hier brüteten neun Paare, die 18 kleine Adebare aufzogen. In Geithain auf der Mostereiesse und in Syhra flog je ein Jungstorch aus, in Geithain-Altdorf, Frauendorf und Prießnitz je zwei, in Niedergräfenhain und Jahnshain je drei und in Frohburg schafften sogar vier Adebare den Schritt ins eigene Leben. Laut Bezirksbetreuer Uwe Seidel registrierten die Verantwortlichen allerdings auch sechs tote Nestlinge.

Die Ornithologen beobachteten in diesem Jahr mehrmals größere Storchentrupps, die über längere Zeiträume in der Region rasteten und gemeinsam auf Nahrungssuche gingen. So wurden etwa südlich von Groitzsch bis zu 22 Adebare gezählt, bei Thräna 27 und zuletzt bei Rochlitz sogar an die 50 Rotschnäbel.

Ende Mai wurde in der Elsteraue bei Gatzen ein Storchentrupp von bis zu 22 Rotschnäbeln beobachtet, die sich auf Nahrungssuche auch von den Erntemaschinen nicht stören ließen. Quelle: Olaf Becher

Störche müssen jetzt gefährliche Reise in den Süden gut überstehen

Die ungewöhnliche Häufung lässt die Naturschützer zuversichtlich in die Zukunft blicken. Nun müssen aber erst einmal alle Adebare die gefährliche Reise in den Süden gut überstehen, damit sie im kommenden Jahr wieder recht zahlreich in unsere Region zurückkehren. Mit dieser positiven Statistik s

ehen die Ornithologen ihre zeitintensive, ehrenamtliche Arbeit durchaus bestätigt, die neben der Beobachtung und Beringung der Weißstörche weit mehr umfasst.

Gerade im Vorfeld dieser Saison konnten die Naturschützer wieder einige Nester in Ordnung bringen sowie Webcams installieren, Internetseiten pflegen oder auch vor Ort neue Informationstafeln aufstellen. Damit soll die Akzeptanz dieser Vögel in der Bevölkerung gestärkt werden, um den Lebensraum der Weißstörche weiter zu verbessern und somit noch mehr zum Schutz der als Glücksbringer geltenden Vögel beizutragen.

Von Olaf Becher

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