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Borna Erster Spatenstich für neue Böhlener Turnhalle
Region Borna Erster Spatenstich für neue Böhlener Turnhalle
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16:33 01.03.2020
Beim Spatenstich in Aktion von links: Landtagsabgeordneter Oliver Fritzsche, Planer Gerald Schäfer, Corina Tischer von der Projektsteuerung, Architekt Alexander Dziuk, Landrat Henry Graichen, Oberbürgermeister Dietmar Berndt, Planer Jörg Scheibe (heller Mantel). Quelle: Bert Endruszeit
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Böhlen

Einen historischen Moment erlebten am Sonnabend zahlreiche Böhlener: Auf dem Gelände der Oberschule wurden die ersten Spatenstiche für den Neubau der Turnhalle gesetzt. „Für mich ist es die erste Turnhalle, die alte stammt ja aus den Siebzigerjahren, aus dieser Zeit ist bei uns niemand mehr im Amt“, sagte Bauamtsleiter Ragnar Koper. Auf dem Gelände standen früher Baracken für den Werkunterricht, jetzt können sich hier die Bagger in die Erde wühlen.

Das kann durchaus wörtlich genommen werden, denn die neue Zwei-Felder-Halle wird „tiefer gelegt“. Der Grund: Eine zu hohe Turnhalle hätte die Wirkung des denkmalgeschützten Schulgebäudes beeinträchtigt. Deshalb „duckt“ sich der Neubau nun etwas. Für die Grund- und Oberschüler hat die neue Halle viele praktische Vorteile – an erster Stelle sind das die buchstäblich kurzen Wege.

Böhlener warten schon lange auf den Neubau

Eine tiefer gelegte Halle habe übrigens auch das Gymnasium in Wurzen, erklärte Corina Tischer von der Steg Stadtentwicklung, die den Bau als Projektsteuerer betreut. Mit archäologischen Funden sei beim Bau nicht zu rechnen, geprüft werde jedoch noch eine mögliche Schadstoffbelastung des Bodens. Sportlehrerin Carola Hinz fiebert der für Herbst 2021 geplanten Eröffnung schon entgegen: „Eigentlich warten wir schon seit drei Jahrzehnten darauf. Die alte Halle ist ja in einem traurigen Zustand.“

Neuntklässlerin Mina beobachtete den ersten Spatenstich mit etwas Wehmut: „Leider werde ich hier keinen Sportunterricht mehr haben.“ Angesichts von knapp 200 Zuschauerplätzen im Neubau hofft Martin Melzer vom Handballverein Böhlen auf viele tolle Spiele. „Bei unseren Auswärtsspielen sind wir ja oft in ganz modernen Hallen zu Gast. Und manche unserer Gäste haben uns schon für unsere alte Spielstätte bedauert.“ Kann die neue Halle auch sportlich etwas bewirken? „Für uns wäre es eine schöne Sache, wenn wir in der Verbandsliga oben mitspielen könnten“, so der Handballer.

Baukosten liegen bei über vier Millionen Euro

Dass auch Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt beim ersten Spatenstich ein Stein vom Herzen fiel, war deutlich zu merken: „Auf diesen Tag haben wir lange gewartet.“ Schon im Frühjahr 2014 habe man untersucht, ob eine Sanierung der alten Halle machbar sei. Im Sommer 2014 sei dann die Entscheidung für einen Neubau gefallen. Ein Jahr später ging man von Baukosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus, doch mittlerweile sind es rund 4,2 Millionen. Fast anderthalb Millionen Euro steuert der Freistaat aus Fördermitteltöpfen bei.

Etwas Glück war auch im Spiel, betonte der Bürgermeister. „Kurz vor Toresschluss konnten wir noch das angrenzende Grundstück erwerben, deshalb wurde die Halle nun noch gedreht. Das erleichtert die Zuwegung.“ Bis zum Start des Schuljahres im Herbst 2021 muss die alte Halle durchhalten. „Das lege ich jetzt mal fest. Wir werden dafür das Nötigste tun.“ Die neue Halle sei eine Investition, die für die Stadt spricht, so Landrat Henry Graichen. „Die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen steigen, das ist auch hier zu spüren.“

Von Bert Endruszeit

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