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Borna Espenhainer wollen ihren Sportplatz behalten
Region Borna Espenhainer wollen ihren Sportplatz behalten
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18:00 27.02.2019
Ortsvorsteher Heiko Anger auf dem riesigen und wenig genutzten Gelände des Espenhainer Sportplatzes. Quelle: André Neumann
Rötha/Espenhain

Der Sportplatz von Espenhain ist mit einem Wort: riesig. Er hat einen großen Fußballplatz, der von einer Laufstrecke umgeben ist, einen Bereich für Leichtathletik, einen extra Fußball-Trainingsplatz mit den Resten einer Flutlichtanlage, einen Sprecherturm und mehrere Gebäude einschließlich überdachter Bühne und Kegelbahn.

Der Platz, das kann auch Ortsvorsteher Heiko Anger nicht anders sagen, ist eigentlich zu groß für die Ansprüche und Möglichkeiten eines Ortes wie Espenhain und einer Kleinstadt wie Rötha. Zumal er kaum genutzt wird.

Außer hunderter Autos und tausender Menschen, die seit Jahren zum großen Volksfest mit Oldtimertreffen am 1. Mai hier zusammenkommen, findet nur ein wenig Schulsport statt, ein paar Gruppen nutzen die sanierungsbedürftige Kegelbahn, eine Tanzgruppe den Sozialraum. Fußballmannschaften hat der Espenhainer Sportverein nicht. Meistens steht der Platz leer.

Espenhainer wollen den Sportplatz nicht hergeben

Trotzdem wollen die Espenhainer den Platz nicht hergeben. Im immer noch gültigen Haushaltstrukturkonzept der Stadt ist der Verkauf des Areals vorgesehen. Ein erster Versuch ist auch an der Gegenwehr aus dem Ort gescheitert. „Die Bürger aus Espenhain wollen das nicht“, ist Anger überzeugt. Sie hätten Angst vor Spekulation und vor einer privaten Brache, um die sich dann keiner mehr kümmert.

Der Sportplatz in Espenhain ist groß und viel zu wenig genutzt. Trotzdem wollen die Espenhainer ihn behalten.

Und weil die Stadt mit Pflege und Instandhaltung des großen Areals überfordert ist, wollen Ortschaftsrat und Sportverein helfen. „Wir können uns mit einbringen, um die Stadt zu unterstützen“, sagt Heiko Anger.

Fast alle Gebäude auf dem Sportplatz müssten saniert werden

Zu tun gäbe es freilich viel. Sanierungsbedürftig wären mehr oder weniger alle Gebäude. Was bis jetzt getan wurde, dient hauptsächlich dazu, das Volksfest am 1. Mai zu gewährleisten. Die Stadt hat die Toiletten innen sanieren lassen, so dass kein Toilettenhäuschen aufgestellt werden muss. Sportverein und Ortschaftsrat haben der Bühne eine neue Dachabdichtung verpasst. Das Geld dafür sei aus den Parkgebühren gekommen, die im vorigen Jahr zum 1. Mai erstmals erhoben worden waren.

Der Sportverein wolle vor dem diesjährigen Fest noch zwei Arbeitseinsätze starten, unter anderem, um die Sitzfläche vor der Bühne von Unkraut zu befreien. Zugleich lobt Anger, dass der Bauhof ebenso bereits Hand angelegt hat. Unter anderem wurden Bäume verschnitten und schadhafte Wegestellen ausgebessert.

Ortschaftsrat und Stadt wollen Sportplatz stärker beleben

Darüber hinaus wollen Ortschaftsrat und Stadt den Platz stärker beleben. So könnten, sagt Anger, weitere Autoclubs das Areal nutzen, Trödelmärkte könnten angesiedelt werden, der sportliche Dörferwettkampf könnte ausgeweitet werden. Schon für dieses Jahr seien drei Freiluft-Kinoabende auf der Bühne geplant. Bei schlechtem Wetter würde ins Volkshaus Rötha ausgewichen, wo ohnehin drei weitere Filmabende stattfinden sollen.

„So wie das Volkshaus in Rötha ein Veranstaltungsort ist“, vergleicht Anger, „soll unser Sportplatz ein Ort für Außenveranstaltungen sein.“ Die Einwohner seien durchaus interessiert an Festen, glaubt er, und nennt zum Beweis den erstmals durchgeführten Glühweinabend im vorigen Jahr vor Weihnachten. Trotz Regens hätten sich 60 Espenhainer unterm Dach der Bühne getroffen, die sogar einen Umkleideraum hat.

Garagenbands können auf der kleinen Bühne auftreten

Der Ortschaftsrat könne sich auch vorstellen, dass so genannte Garagenbands sich auf der kleinen Bühne präsentieren können. Nicht zuletzt könnten mit Veranstaltungen auf dem Sportplatz auch Touristen der beiden an Espenhain grenzenden Seen (Hainer und Kahnsdorfer See) angelockt werden.

„Uns liegt viel an diesem Sportplatz, und wir wollen nicht, dass er zu einer Brache wird“, betont Anger, während er schaut, was von den Espenhainern noch in Eigenleistung getan werden könnte.

Von André Neumann

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