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Borna Ex-Bundestagspräsident Lammert kommt zu Debatte nach Kitzscher
Region Borna Ex-Bundestagspräsident Lammert kommt zu Debatte nach Kitzscher
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14:21 21.02.2019
Das Sachsensofa der Katholische Akademie kommt nach Kitzscher. Im Sächsischen Landtag stellten es Akademiedirektor Thomas Arnold (v. l.), Bischof Heinrich Timmerevers, Ministerpräsident Michael Kretschmer und Moderator Daniel Heinz vor. Quelle: Oliver Killig
Kitzscher

Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert (70) kommt am 25. Februar nach Kitzscher. Der angesehene Politiker, der 37 Jahre im Bundestag saß und zwölf Jahre das zweithöchste Staatsamt inne hatte, wird hier im Rathaussaal auf dem grün-schwarz-goldenen Sachsensofa Platz nehmen.

Seit Anfang Januar tourt die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen mit der gleichnamigen Gesprächsrunde durch den Freistaat. Gezielt werden dabei kleine Städte und ländliche Kommunen angesteuert. Sah sich die Akademie anfangs dem Vorwurf ausgesetzt, nur etablierte Politiker auf ihr Sofa zu holen, so will Akademiedirektor Thomas Arnold gerade diesen Eindruck vermeiden.

Norbert Lammert nimmt an Debatte in Kitzscher teil

Mehr noch: Man wolle vordergründig gar nicht Politik und Politiker aufs Land holen, man wolle „die Fragen aufs Land holen“. Dass es mit Norbert Lammert, dem jetzigen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, nun doch ein ehemaliges politisches Schwergewicht ist, liege auch daran, dass der Professor aus Arnolds Sicht „lange Zeit einer der wichtigsten Menschen im Staat war“.

Bundestagspräsident Norbert Lammert kommt am 25. Februar nach Kitzscher zu einer Gesprächsrunde. Quelle: André Kempner

Neben Lammert nimmt in Kitzscher Gregor Giele auf dem exklusiven Möbelstück Platz. Giele ist Propst der Katholischen Propstei Sankt Trinitatis in Leipzig. Als dritten Gesprächspartner lädt die Stiftung immer eine lokale Persönlichkeit ein. Diesmal fiel die Wahl auf die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen). Ihr Wahlkreis bei der letzten Bundestagswahl waren die südlichen Stadtbezirke von Leipzig.

Menschen aus kleinen Orten bewusst ansprechen

Die Wahl auf Kitzscher sei laut Arnold ganz bewusst auf eine Kommune mit nur 5000 Einwohnern gefallen. Mann wolle die Gesprächspartner zu Menschen bringen, die derartige Angebote eher selten bekommen. Andersherum sieht er auch einen Gewinn für die Teilnehmer. „Die sind nicht jeden Tag in so kleinen Orten und werden ihre Erfahrungen mitnehmen“, ist Arnold überzeugt.

Gregor Giele, Propst der Katholischen Propstei Sankt Trinitatis in Leipzig, nimmt ebenfalls auf dem Sachsensofa Platz. Quelle: André Kempner

Teilnehmen kann an der Gesprächsrunde jeder, der Lust dazu hat. „Ohne Einladung und ohne Eintrittskosten“, betont der Akademiedirektor. Erwarten dürfen die Gäste zunächst zehnminütige Statements der beiden Promis. In Kitzscher heißt das Thema: „Ist die Politik ein schmutziges Geschäft?“ Danach stellt Radiomoderator Daniel Heinze den Beteiligten Fragen, unter anderem solche, die schon vorab per Internet auf der Website des Sachsensofas eingegeben wurden.

Fragen aus dem Publikum erwünscht

Im Anschluss, so Arnold, werde der Moderator auch auf Fragen aus dem Publikum eingehen. Die Erfahrung der ersten Veranstaltungen lehre, dass die Leute mit ganz anderen Themen kommen, sagt Arnold und ermuntert zum Diskurs: „Wenn das zur Debatte beiträgt, sind diese Fragen willkommen.“

Monika Lazar (Grüne) kommt am 25. Februar zur Debatte nach Kitzscher. Quelle: André Kempner

Etwas holprig ist freilich die öffentliche Werbung für die hochgradig besetzte Veranstaltung angelaufen. Zwar haben die Veranstalter den Saal schon im November gemietet, öffentlich bekannt war die Veranstaltung aber bisher nicht. Selbst der Bürgermeister hat erst knapp anderthalb Wochen zuvor eine Einladung bekommen – verbunden mit der Bitte, Flyer auszulegen und Plakate aufzuhängen.

Und auch Franz Waberzeck aus Kitzscher, Mitglied der katholischen Gemeinde, hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nichts Genaues gewusst. Er hat sich den Abend aber vorgemerkt, geht davon aus, dass der zur politischen Bildung beitragen werde.

Die Veranstaltung beginnt am 25. Februar, 19 Uhr im Festsaal des Rathauses. Der Eintritt ist frei.

Von André Neumann

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