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Borna Ex-Landrat Gey kritisiert Leipzig-Entscheidung zu Lippendorf
Region Borna Ex-Landrat Gey kritisiert Leipzig-Entscheidung zu Lippendorf
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15:11 12.11.2019
Gerhard Gey (links) – hier bei einer früheren Veranstaltung – kritisiert die Messestadt Leipzig. Quelle: Thomas Kube
Landkreis Leipzig/Etzoldshain

Für Unmut in der Region sorgt die Ankündigung der Stadt Leipzig, bereits ab 2022 aus der Fernwärmeversorgung durch das Kraftwerk Lippendorf auszusteigen.

Konsens von 1990 habe Gültigkeit

Der ehemalige Landrat des Landkreises Leipzig, Gerhard Gey, erinnerte jetzt bei einem Treffen des CDU-Kreisvorstandes an die Verhandlungen in den 1990er Jahren: „Damals hat die gesamte Region Leipzig unter maßgeblicher Mitwirkung der Stadt Leipzig in einem beispielhaften demokratischen Beteiligungsprozess zu einem energiepolitischen Konsens gefunden, der noch heute als Grundlage für die Entwicklung des Leipziger Neuseenlandes gilt. Wir hatten uns darauf verständigt, nur noch einen Tagebau, nämlich das Vereinigte Schleenhain, für die Versorgung des neuen Kraftwerkes Lippendorf weiterzuführen, um so einerseits eine Energiewende für das Leipziger Braunkohlerevier herbeizuführen, als auch Planungssicherheit für die nächsten vier Jahrzehnte zu schaffen.

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Das neue Werk Lippendorf sollte für sichere Arbeitsplätze und zugleich Energiesicherheit sorgen“, erklärte Gey jetzt bei einer Zusammenkunft in Etzoldshain. Diese Vereinbarung hätten damals alle mit getragen – auch die Stadt Leipzig. Gey wünscht sich, dass man sich daran erinnert und verlässlich die gemeinsam beschlossenen Braunkohlepläne einhält. „Das sollte und muss man den Menschen erklären“, so der ehemalige Kreischef.

Leipziger CDU-Stadtrat zu Gast

>> Lesen Sie auch: Leipzig will ab 2023 keine Fernwärme aus Lippendorf

Als Gast nahm Frank Tornau, CDU-Fraktionsvorsitzender im Leipziger Stadtrat, an der Sitzung teil. Schwerpunkt mit Blick auf die anstehende Oberbürgermeisterwahl in Leipzig waren Themen, die den Landkreis in Bezug auf die Messestadt bewegen. Der Kreisvorstand wünsche sich in der Zusammenarbeit eine deutliche Verbesserung, hieß es im Nachgang. „Es kann nicht sein, dass wir uns für den Ausbau der Bundesautobahn 72einsetzen, um die Region zu stärken und die Stadt Leipzig die ankommende Straße auf ihrem Gebiet auf eine Spur reduziert“, monierte die stellvertretende Kreisvorsitzende Heike Helbig. „Der Stau und die Probleme werden damit nur nach hinten verlagert.“ Die Auswirkungen würden vor allem die nachgelagerten Kommunen, wie Markkleeberg, spüren. Ob die Belastung auf diese Weise gemindert werde, sei fraglich. Dem Leipziger Frank Tornau gab man besonders die Themen Verkehr, Sicherheit und regionale Energieversorgung mit auf den Weg. Hier müsse es eine engere Zusammenarbeit zwischen Leipzig und der Region geben.

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