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Borna Feuerwehr-Gerätehaus in Elstertrebnitz bekommt Anbau
Region Borna Feuerwehr-Gerätehaus in Elstertrebnitz bekommt Anbau
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13:00 29.07.2019
Am Feuerwehrgerätehaus Elstertrebnitz entsteht ein Anbau. Frank Meyfarth und seine Kollegen von der Firma Imnitz Bau aus Zwenkau ziehen den Rohbau hoch. Quelle: Jens Paul Taubert
Elstertrebnitz

An der Nordseite des Elstertrebnitzer Feuerwehrgerätehauses wächst ein Anbau in die Höhe. Die freiwillige Feuerwehr der kleinsten Gemeinde im Landkreis benötigt zusätzlichen Platz. Sie ist dem Katastrophenschutz erneut zur Seite gesprungen und hat ein zweites CBRN-Erkundungsfahrzeug übernommen.

Mit dessen Ausstattung können chemische (C), biologische (B), radioaktive (R) und nukleare (N) Gefahren erforscht werden. Doch dafür ist das Ende 2001 eingeweihte Depot im E-Dorf, so heißt der Ortsteil Greitschütz in der Adresse, bisher nicht groß genug. Das soll bis zum Jahresende anders werden, hofft Bürgermeister David Zühlke (CDU).

Elstertrebnitz mit viel Engagement für die Feuerwehr

Als eine andere Feuerwehr für einen der ABC-Messwagen des Landkreises, wie die Spezialtechnik auch genannt wird, nicht genug Personal hatte, sprang Elstertrebnitz 2017 ein. Was mit der engagierten und für das Dorf recht großen Truppe von mehr als 30 aktiven Floriansjüngern zu tun hat. Aber ebenso mit dem ehrenamtlichen Bürgermeister, der beruflich sowie ehrenamtlich für den Brandschutz arbeitet; Zühlke war Wehrleiter in Elstertrebnitz und ist Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes.

Fördermittel für Anbau ans Gerätehaus

Mit dem insgesamt dritten Fahrzeug im Gerätehaus geht es inzwischen beengt zu. Und es dauert eben, bis die bürokratischen Mühlen gemahlen haben und nun das Bauprojekt umgesetzt wird. Vor knapp neun Monaten, Anfang November, brachten Landrat Henry Graichen (CDU) und Kreisbrandmeister Nils Adam den Fördermittelbescheid in die Gemeinde. Im Winter und Frühjahr liefen die ersten Ausschreibungen, ging die Baugenehmigung ein. Kurz vor Beginn des Sommers konnten schließlich die Arbeiten beginnen.

Die Mitarbeiter der Firma Imnitz Bau aus Zwenkau erstellen den Rohbau für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Elstertrebnitz. Quelle: Jens Paul Taubert

Drei Bauaufträge sind vergeben

Inzwischen haben die Maurer von Imnitz Bau Zwenkau fast die Dachhöhe erreicht. Die Firma gab mit rund 94.000 Euro das günstigste der drei eingegangenen Angebote ab; die teuerste Offerte betrug rund 143.000 Euro, sagt Zühlke. Das Luckaer Unternehmen Schmidtchen & Brumme übernimmt die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten für circa 19.400 Euro (teuerster Preis: 53.000 Euro). Und der Betrieb Kurt Sell Glasermeister Fenster und Türen aus dem Geithainer Ortsteil Niedergräfenhain baut die zwei Fenster und das Tor ein (10.500 Euro).

Anbauprojekt wird teurer

Die Putzarbeiten an der Fassade befinden sich in der Ausschreibung. Zudem müssen noch ein Durchbruch zum „alten“ Gerätehaus sowie Elektroarbeiten und das Pflastern der Einfahrt erfolgen. Schon mit den ersten drei Gewerken ist allerdings die geplante Gesamtsumme von 120.000 Euro überschritten. „Wenigstens, das ist schon klar, zahlt der Landkreis seine 75 Prozent Förderung auf den Endpreis“, meint der Bürgermeister. Nach der Fertigstellung können dann unter anderem Bekleidung und Ausstattung von Feuerwehr und Katastrophenschutz getrennt aufbewahrt werden.

Einsatzzahl für Gefahrgut-Erkunder steigt

Benötigt werden die CBRN-Erkundungsfahrzeuge auf jeden Fall. Zählten die Elstertrebnitzer 2017 noch elf Einsätze dafür, mussten sie 2018 bereits 21-mal wegen der Überprüfung auf Schadstoffe, Gefahrgut und Kontaminationen ausrücken. In diesem Jahr gab es dafür bisher acht Alarmierungen.

Von Olaf Krenz

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