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Borna Feuerwehr Regis-Breitingen löscht Feuer im Jugendknast
Region Borna Feuerwehr Regis-Breitingen löscht Feuer im Jugendknast
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16:33 23.10.2019
Übung der Feuerwehr Regis-Breitingen und der Ortswehr Ramsdorf. Quelle: Feuerwehr Regis
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Regis-Breitingen/Ramsdorf

Am Montagabend wurde die Freiwillige Feuerwehr Regis-Breitingen zu einem Feuer in einem Haftraum im Jugendgefängnis Regis-Breitingen gerufen. Dort sorgte eine schwelende Matratze vor allem für starke Rauchentwicklung. Drei Trupps unter Atemschutz löschten den Brandherd, anschließend belüfteten die Feuerwehrleute die Zelle.

Für die Kameraden der Feuerwehr Regis-Breitingenund der zugehörigen Ortswehr Ramsdorf war das der letzte Einsatz einer Serie, die sie seit dem späten Nachmittag in Atem hielt.

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Der erste Einsatz war eine Übung, was aber um 17.14 Uhr, als die Alarmierung erfolgte, nur die Wehrleiter und der Bürgermeister wussten. Für alle anderen stellte sich die Situation so dar: Aus einem Mehrfamilienhaus in der Heinrich-Pestalozzi-Straße drang dichter Rauch aus den Fenstern. Gemeldet wurde zudem, dass drei Personen vermisst wurden.

Übung für die Feuerwehr Regis: Bettlägerigen aus Wohnung holen

Die erste rettete ein Angriffstrupp aus der brennenden Wohnung, der gleich darauf mit der Brandbekämpfung begann. Nach der zweiten Person wurde gesucht, diese aber nicht gefunden. Offenbar hatte die sich selbst in Sicherheit bringen können.

Dafür befand sich – so sah es das Szenario der Übung vor – in einer benachbarten Wohnung ein Mensch, der bettlägerig war. Der wurde auf einem Rettungsbrett, das die Feuerwehrleute Spinboard nennen, durch ein Fenster nach außen transportiert. Zuvor hatten die Feuerwehrleute auch durch ein Fenster eindringen müssen, da eine Wohnungstür verschlossen war. Ortswehrleiter Richard Arndt erklärt dazu: „Wir wollen nicht mehr Schaden als nötig machen. Wenn es ein geöffnetes Fenster gibt, steigen wir dort ein.“

Im Jugendgefängnis Regis-Breitingen hat ein Häftling am Montagabend sein Bettlaken angezündet. Quelle: Jens Paul Taubert

Nach beendeter Übung erfolgte die Auswertung am Feuerwehrstützpunkt. Die Jahresabschlussübung, sagte Arndt, diene unter anderem dazu, die Atemschutzgeräteträger zu testen und die Ergebnisse der vielen praktischen Ausbildungen, die im Laufe des Jahres erfolgten, zu überprüfen. Ortswehrleiter Arndt zog noch am Montagabend gemeinsam mit Kreisbrandmeister Nils Adam und Bürgermeister Wolfram Lenk ein positives Fazit der Einsatzübung.

Verkehrsunfall in der Forststraße in Regis

Darüber konnten sich die Kameraden aber nicht lange freuen. Denn gegen 19.30 Uhr wurde es ernst, wurden sie zu einem Verkehrsunfall in der Forststraße gerufen. Dort war ein Autofahrer mit seinem Wagen gegen die Mauer der neuen Eisenbahnunterführung geprallt. Der Fahrer hatte möglicherweise wegen eines geplatzten Reifens die Kontrolle über sein Auto verloren.

Die Feuerwehrleute aus Ramsdorf befanden sich zu dem Zeitpunkt gerade auf dem Rückweg ins heimische Gerätehaus und kamen an der Unfallstelle vorbei. Sie leiteten erste Maßnahmen ein. Die Kameraden der Regiser Wehr kamen hinzu und kümmerten sich um ausgelaufene Betriebsstoffe. Um den verletzten Fahrer kümmerte sich der Rettungsdienst.

Im Regiser Jugendknast hatte ein Gefangener sein Bettlaken angezündet

Die Alarmierung zur JSA erfolgte nur eine knappe Stunde nach der Unfallmeldung, als die Kameraden gerade mit den letzten Aufräumarbeiten beschäftigt waren.

Dort hatte ein Jugendstrafgefangener mit psychischen Problemen, wie Anstaltsleiter Uwe Hinz sagt, sein Bettlaken angezündet. Das und die nicht brennbare Matratze sorgten für die Rauchentwicklung. Vollzugsbeamte hätten das bemerkt, den Häftling herausgeholt und mit Löschversuchen begonnen. Zugleich sei die Feuerwehr alarmiert worden.

Von André Neumann

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