Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Fliegerclub Böhlen lässt Besucher abheben
Region Borna Fliegerclub Böhlen lässt Besucher abheben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 26.05.2019
Henry Böttcher (l.) und Maik Börner planen schon die nächste Route mit der neuen Cessna C 42. Quelle: Julia Tonne
Anzeige
Böhlen

Fast minütlich starteten die Maschinen gen Himmel: ein Tragschrauber, zwei Cessna, der Skywalker und der Segelflieger. Schon kurz nach Beginn der Flugtage auf dem Gelände des Fliegerclubs Böhlen herrschte reger Andrang für die Rundflüge. Allerdings musste keiner zwingend hoch hinaus, um etwas zu erleben.

Mit der Cessna abheben – bis 600 Meter

Dennoch wagten sich viele in luftige Höhen. Einer der Piloten war Maik Börner, er brachte eine der zwei Cessnas auf eine Höhe von rund 600 Meter, um seinen Passagieren einen guten Blick auf das Leipziger Neuseenland zu ermöglichen. Segelfliegerpilot Rolf Barthel war ebenfalls nachgefragt, konnte aber die Wünsche nach bestimmten Flugzielen kaum erfüllen. „Beim Segelfliegen geht es um das Fliegen an sich, die Thermik bestimmt die Route.“

Anzeige
Fast im Halbstundentakt startet der Segelflieger und nimmt Passagiere mit. Quelle: Julia Tonne

Fliegerclub berichtet von ungewöhnlichen Touren

Am Boden hingegen erzählten zahlreiche Vereinsmitglieder den Besuchern von ihren ungewöhnlichen Touren per Ultraleichtflugzeug. Denn von Böhlen starten sie zuweilen in die ganze Welt. So brach Karl Nissler erst kürzlich zu einem Kurztrip nach Venedig auf, Lutz Kern verschlug es gar schon vom Böhlener Flugplatz aus nach Nairobi.

Neuzugang auf dem Flugplatz in Böhlen

Einen Blick gewährten die Piloten – Henry Böttcher als jüngster unter ihnen mit gerade einmal 19 Jahren – auch in den Neuzugang auf dem Gelände an der Bundesstraße 2. Seit wenigen Wochen gehört eine neue Ikarus C 42 zum Fuhrpark des Vereins. Das bisherige Modell war mit zehn Jahren und mehr als 2000 Flugstunden nicht mehr für den Schulbetrieb geeignet.

Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, mit dem Tragschrauber in die Luft zu kommen. Quelle: Julia Tonne

Annett Bernstein vom Fliegerclub war ob des Besucherandrangs und der Nachfrage nach Rundflügen mehr als zufrieden. Übrigens galten die meisten Blicke aus den Flugzeugen nach unten dem Verlauf der entstehenden Autobahn 72 und den Seen.

Von Julia Tonne