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Borna Förderverein des Museumshofs Wyhra bekommt 25.000 Euro
Region Borna Förderverein des Museumshofs Wyhra bekommt 25.000 Euro
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17:00 27.06.2019
Oma-und-Opa-Tag im Volkskundemuseum Wyhra, das künftig zum Museumhof werden soll. Der neue Förderverein wurde jetzt ausgezeichnet. Quelle: Julia Tonne
Borna

Zwei Regionen, vier Kategorien, 1520 eingereichte Projektideen und insgesamt 3,2 Millionen Euro Preisgeld. Das ist die Bilanz des diesjährigen Ideenwettbewerbs der „Sächsischen Mitmach-Fonds“. Ziel des Wettbewerbs ist es, den bevorstehenden Strukturwandel in den sächsischen Braunkohleregionen mit Projektideen von Menschen vor Ort erfolgreich zu gestalten.

Bürger, Vereine, Verbände, Kammern, Stiftungen, soziale Träger, Hochschulen, Schulen, Kindergärten sowie kommunale und wissenschaftliche Einrichtungen konnten ihre Projektideen für die Lausitz und für Mitteldeutschland bis Mitte April einreichen. Die Preisträger stehen jetzt fest. Insgesamt haben es 613 Projektideen in die Auswahl geschafft – darunter auch zwei aus Wyhra.

Preis für den Förderverein Museumshof Wyhra

Konkret handelt es sich um den Verein zur Förderung des Museumshofs Wyhra und die Naturförderungsgesellschaft „Ökologische Station Borna-Birkenhain“. Sie hatten sich gemeinsam für die Region Mitteldeutschland in den Kategorien „MINT“ und „ReWIR“ (zivilgesellschaftliches Engagement) beworben. Für die Idee „Dorfgemeinschaftshof Wyhra“ gab es ein Preisgeld von 25.000 Euro, das in die Umsetzung der geplanten Projekte fließen soll.

Das Gehöft, besser bekannt als Volkskundemuseum Wyhra, ist Eigentum des Landkreises Leipzig, der derzeit die Dauerausstellung überarbeiten lässt. „Kultur- und Umweltbildung – ein Leben lang“ ist das neue Leitbild für die künftige Nutzung des Volkskundemuseums.

Heimatverein des Bornaer Landes derzeit Betreiber

Derzeit betreibt der Heimatverein des Bornaer Landes das Museum. Spätestens in zwei Jahren, so Sandra Brandt, die Vorsitzende des Fördervereins, soll dieser den künftigen Museumshof übernehmen. Der Verein, Ende vergangenen Jahres gegründet, hat aktuell 15 Mitglieder. Mehr seien derzeit auch nicht nötig, so die Vereinschefin. In der Perspektive sei es freilich wünschenswert, wenn sich die Mitgliederzahl erhöhen würde und auch Firmen als Beitragszahler zur Verfügung stehen würden.

Umweltpädagogik in Wyhra

In der Kategorie MINT reichte die Ökostation Birkenhain das Projekt „Natur- und Umweltscheune auf dem Museumshof Wyhra“ ein. Auf dem Außengelände des alten Bauernhofs befindet sich eine alte Fachwerkscheune, die aus Heuersdorf stammt. Der Ort musste vor mehr als zehn Jahren dem Tagebau Schleenhain weichen. Die Scheune eignet sich mit ihrem Grundriss gut für die Einrichtung eines Klassenzimmers. Sie soll durch eine entsprechende bauliche Anpassung und Ausstattung künftig zum Unterrichtsort für moderne Umweltpädagogik werden.

In kindgerechten Angeboten sollen natur- und umweltpädagogische Themen behandelt und Naturwissenschaften vermittelt werden. Die Wissensvermittlung soll durch die Ökostation mit sinnlichen, experimentellen und künstlerisch-kreativen Methoden erfolgen. Dabei soll Interessenten unabhängig von Herkunft und des Bildungsstand Wissen über die Bergbaufolgelandschaft vermittelt werden, heißt es in einer Mitteilung des Fördervereins. Mit dem Geld für den „Zukunft MINT-Preis“, 10.000 Euro, werden moderne Präsentationstechnik und Experimentierausstattung angeschafft.

Familien in Wyhra stärker einbinden

Im Rahmen des Projekts „Dorfgemeinschaftshof“ sollen Familien und Senioren aus dem Ort stärker in den Wyhraer Museumshof mit eingebunden werden. Das derzeitige Volkskundemuseum soll stärker ins Zentrum des Dorflebens gerückt werden. Es soll zum Zentrum der Dorfgemeinschaft werden.

Preise in Dresden übergeben

Die Preise waren am Wochenende im Dresdner Hygienemuseum in Anwesenheit von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) übergeben worden. Die Umsetzung des Wettbewerbs für den Landkreis Leipzig erfolgte über die Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH.

Von Nikos Natsidis

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