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Borna Freifläche „Null“ in Borna wird zur grünen Oase
Region Borna Freifläche „Null“ in Borna wird zur grünen Oase
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07:26 25.03.2019
Obwohl an der „Null“ erst vor kurzem die Bauarbeiten begonnen haben, sind schon deutliche Fortschritte zu sehen. Quelle: BWS
Borna

Die ersten Wege sind bereits zu erkennen: An der sogenannten „Null“ am Hochhaus haben die Bauarbeiten begonnen. In den kommenden Wochen gestaltet die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft das Gelände komplett um und macht daraus eine grüne Oase.

Die soll künftig nicht nur Erholungsmöglichkeiten bieten, sondern auch viel Raum zum Spielen. Mit anderen Worten: „Es soll ein zentraler Treffpunkt für Jung und Alt im Wohngebiet entstehen“, sagt BWS-Geschäftsführer Jan Czinkewitz.

Bis Ende Mai geben sich die Baufahrzeuge hier noch die sprichwörtliche Klinke in die Hand, um Wege und Blumenbeete anzulegen, einen Spieltisch zu schaffen und Fahrradständer zu bauen. Zudem plant das Wohnungsunternehmen einen neuen Kinderspielplatz sowie eine Bocciabahn.

140.000 Euro fließen in die Umgestaltung der „Null“ in Borna

Angedacht sei laut Czinkewitz, den vorhandenen Baumbestand durch mehrere Neupflanzungen zu erweitern und weitere Sträucher und Kleingehölze zu pflanzen. In dem Zusammenhang sollen auch einige Parkplätze und die umlaufende Fahrbahn teilweise saniert werden.

In die Umgestaltung der „Null“ investiert die BWS rund 140.000 Euro, die Summe setzt sich aus Eigenmitteln des Unternehmens und aus Fördermitteln der Sächsischen Aufbaubank zusammen. Czinkewitz rechnet mit der Fertigstellung der Umgestaltung im Mai, dann könne pünktlich im Juni dort der 25. Geburtstag der BWS gefeiert werden.

Fassadensanierungen am Hochhaus 42-46

Auch an anderen Ecken in Borna ist das Unternehmen in diesen Wochen umtriebig. Am Hochhaus 42-46 und in der Gerhart-Hauptmann-Straße stehen unter anderem Fassadensanierungen auf der Agenda. Hinzu kommen Sockelsanierungen beispielsweise Am Hochhaus und in der Thomas-Müntzer-Straße, die Erweiterung des Projektes „Fahrradgaragen“ in den Wohngebieten sowie die Erneuerung von Heizungsanlagen mit intelligenter Heizungssteuerung.

Größte Posten in den nächsten Monaten sind der Bau zweier Stadtvillen in der Semmelweisstraße sowie die Sanierung der Magdeborner Straße 1. Hier entstehen 17 barrierefreie Wohnungen.

Während hier schon in diesem Jahr erste Ergebnisse zu sehen sein werden, beginnen an anderer Stelle zunächst die Planungen. So zeichnet die BWS für die Entwicklung und Erschließung des Wohngebietes Borna Gnandorf verantwortlich und investiert nach derzeitigem Stand der Dinge rund 300.000 Euro in das Vorhaben. Wie berichtet, hatte die Stadt bereits vor drei Jahren die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Freifläche in Gnandorf beschlossen, um dort einen Standort für Eigenheime zu schaffen.

Kommentar: Ein pfleglicher Umgang tut Not

Der Glück-Auf-Platz in Borna ist eine geworden, der einstige Schulhof in Borna Ost auch, nun wird die „Null“ am Hochhaus ebenfalls eine: die Rede ist von einer grünen Oase. Wo Brachflächen sind, bleiben sie nicht auf Dauer. Vielmehr bemühen sich Stadt und Unternehmen darum, Parkanlagen zu schaffen, für mehr Grün in der Stadt zu sorgen. Was einher geht mit Erholung, Spiel und Sport. Und dadurch wiederum mit deutlich mehr Attraktivität in den Wohngebieten.

Es bleibt nur eines zu befürchten: dass Anwohner und Besucher das Engagement und den Aufwand nicht zu würdigen wissen. Wie bereits in Borna Ost geschehen. Während ihrer Neujahrsrede erst hatte Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke die „Zerstörungsorgien“ angeprangert, die in Borna offenbar zum guten Ton geworden seien. Im Wohngebietstreff in Borna Ost war gleich mehrmals randaliert worden – und das schon kurz nach der Eröffnung. Was die Sorge mit sich bringt, dass Zerstörungen auf dem Glück-Auf-Platz und an der „Null“ nicht Halt machen werden.

Es ist ein Trauerspiel, dass es immer wieder Menschen gibt, die mit sich anscheinend nichts anfangen können und dann ihren Frust an gesellschaftlichem Eigentum ablassen. Und es ist schlimm, dass sie nicht weniger werden. Eine Stadt braucht grüne Oasen, sie braucht aber auch Bewohner, die mit Parks und Grünanlagen pfleglich umgehen. Bleibt zu hoffen, dass auf der „Null“ nicht auch gleich randaliert wird und ein Erholungsgelände auf lange Sicht ein solches bleibt.

Von Julia Tonne

Nadine Schubert ist Deutschlands Expertin für Plastikvermeidung. Sie versucht, ihr Wissen nicht nur in Büchern und ihrem Internet-Blog, sondern auch aus erster Hand weiterzugeben. Bei einem Workshop in Borna drehte sich alles um die Herstellung von Waschmitteln.

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