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Borna Verwirrter löst Gift-Alarm aus
Region Borna Verwirrter löst Gift-Alarm aus
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07:43 11.10.2019
Mit auf Gift-Einsätze spezialisierten Kräften war die Feuerwehr in Frohburg vor Ort. Quelle: Feuerwehr Frohburg
Frohburg

Ein offenbar psychisch beeinträchtigter Mann sorgte am Donnerstag Abend in der Frohburger Innenstadt für einen mehrstündigen Einsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Er war kurz nach 18 Uhr an einem Wohnhaus in der Bahnhofstraße auf einen Balkon geklettert. Anwohner alarmierten deshalb die Polizei. Als die Beamten eintrafen, saß er in einem PKW vor dem Gebäude. Er wirkte nach Polizei-Informationen benommen und gab an, hoch giftiges Senfgas an seiner Kleidung zu haben. Das führte dazu, dass 19 Uhr die Feuerwehr alarmiert wurde, Spezialkräfte und ein Messfahrzeug zum Einsatz kamen.

Die Bahnhofstraße war für mehrere Stunden voll gesperrt. Quelle: Feuerwehr Frohburg

Feuerwehr musste Gift-Alarm ernst nehmen

„Wir mussten erst einmal davon ausgehen, dass die Angaben des Mannes stimmen“, sagte Stadtwehrleiter Heiko Mühling, der –zugleich Stadtrat – die Stadtratssitzung kurz vor 19 Uhr noch vor ihrem Beginn verlassen musste. Der Gefahrgutzug Süd setzte sich in Marsch, zu dem Kameraden der Wehren Frohburg, Eschefeld und Prießnitz zählen. Aus Elstertrebnitz rollte, wie in solchen Fällen vorgesehen, ein Messwagen an. Die Bahnhofstraße wurde voll gesperrt.

Von der Drehleiter herab wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Quelle: Feuerwehr Frohburg

Mann hatte Elektroschocker bei sich

Der Verdacht auf Gift bestätigte sich nicht. „Alle Messungen waren negativ“, sagte Mühling. Der 40 Jahre alte Mann, der den Einsatz auslöste, flüchtete zwischenzeitlich, konnte sich an seine Angaben zu Gift nicht mehr erinnern. Polizeibeamten gelang es, ihn zu stellen. „Der Mann ist als Drogen-Konsument polizeibekannt“, sagte Katharina Geyer, Sprecherin der Polizeidirektion, der LVZ. Er trug unter anderem einen Elektroschocker bei sich. Zudem wurden bei ihm zwei Fläschchen mit einer Flüssigkeit sicher gestellt. Dabei, so Geyer, könnte es sich um Betäubungsmittel handeln. Polizeibeamte brachten den Mann schließlich in eine psychiatrische Klinik.

Der Einsatz, bei dem allein die Feuerwehren 60 Kräfte aufboten, wurde von einer größeren Menge Schaulustiger verfolgt. Er war kurz nach 22 Uhr beendet.

Von Ekkehard Schulreich

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