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Borna Geld für Ausbau der Kita Knirpsenland in Elstertrebnitz
Region Borna Geld für Ausbau der Kita Knirpsenland in Elstertrebnitz
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12:33 20.03.2019
Landrat Henry Graichen (li.) übergibt die Fördermittelzusage für den Um- und Ausbau der Kindertagesstätte "Knirpsenland" an den Elstertrebnitzer Bürgermeister David Zühlke. Quelle: Kathrin Haase
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Elstertrebnitz

In Elstertrebnitz wächst der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen rasant. „Das hängt mit unserem Wohngebiet zusammen und dass so viele junge Familien mit Kindern hierher ziehen“, freut sich Bürgermeister David Zühlke (CDU) über die gestiegene Nachfrage. „Wir bekommen fast täglich Anmeldungen für unseren Kindergarten.“

Entscheidung für Neubau oder Erweiterung

Doch die kommunale Einrichtung im D-Dorf darf laut Betriebserlaubnis nur 68 Mädchen und Jungen aufnehmen – 20 im Krippenbereich und 48 im Kindergarten. „Wir stoßen an Grenzen“, so das Gemeindeoberhaupt und er stand vor der Entscheidung: Neubau oder Erweiterung. „Ein Neubau würde mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen und ich glaube nicht, dass die kleine Gemeinde Elstertrebnitz in den Genuss kommen würde, Fördermittel zu bekommen.“

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Der Um- und Ausbau der Kindereinrichtung "Knirpsenland" in Elstertrebnitz wird über das europäische Leader-Programm gefördert. Quelle: Kathrin Haase

Also entschied sich der Gemeinderat für einen Um- und Ausbau beziehungsweise Erweiterung des „Knirpsenlandes“ um zehn bis 15 Krippenplätze. Die Großinvestition beläuft sich auf rund 360 000 Euro, wovon 288 000 Euro über das europäische Leader-Programm gefördert werden. Den Rest steuert die Kommune aus eigener Tasche zu. Am Dienstag überreichte Landrat Henry Graichen (CDU) die Fördermittelzusage an den Bürgermeister.

Elstertrebnitz will Projekt 2019 realisieren

Als nächstes wird die Ausschreibung vorbereitet „und danach kann es auch schon losgehen“, gibt sich David Zühlke hoffnungsvoll, das Mammutprojekt noch komplett 2019 über die Bühne zu bekommen. Gebaut wird während des laufenden Kindergartenbetriebes, sagt er weiter, allerdings werde die Mittagsruhe von 12 bis 14 Uhr strikt eingehalten.

Auch alle geräuschintensiven Arbeiten sollen in Absprache mit den Baufirmen in die späten Nachmittagsstunden oder ins Wochenende verlegt werden. „Wir greifen nicht in die bestehenden Gruppenzimmer ein“, gibt der Bürgermeister weiter zu Protokoll, „die dritte Etage, in der hauptsächlich gebaut wird, ist autark.“ Hier wird die leerstehende Wohnung für die große Kindergartengruppe hergerichtet.

Neue Fluchttreppe notwendig

Dafür müssen unter anderem die Heizung, Fenster und der Sanitärbereich erneuert werden, ferner ist durch die geänderte Geschosszahl eine neue Fluchttreppe nötig. Die Krippe im Erdgeschoss wird ebenfalls umgestaltet und nach dem Um- und Ausbau erhöht sich die Anzahl der Erzieherinnen von derzeit acht auf neun.

Von Kathrin Haase

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