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Borna Gemeinde Elstertrebnitz muss Reichensteuer zahlen
Region Borna Gemeinde Elstertrebnitz muss Reichensteuer zahlen
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19:00 26.04.2019
Der Haushalt 2019 für Elstertrebnitz ist beschlossen. Die Gemeinde muss Gewerbesteuern nachzahlen und eine Reichensteuer. Quelle: Peter Kneffel/dpa
Elstertrebnitz

Der Haushaltplan 2019 für Elstertrebnitz ist beschlossene Sache. „Ein sehr, sehr, sehr schwieriger Haushalt“, bemüht der Bürgermeister David Zühlke (CDU) die Superlative und führt unter anderem eine Korrektur bei der Gewerbesteuer ins Feld. Die Gemeinde muss demnach 360.000 Euro bereits erhaltene Steuern zurückzahlen und gilt zudem aufgrund einer einmaligen Nachzahlung als reiche Kommune.

Elstertrebnitz muss Reichensteuer abführen

Das kostet eine einmalige Reichensteuer in Höhe von 47.500 Euro, parallel dazu gibt es in diesem Jahr keine Schlüsselzuweisungen vom Land. „Wir sind komplett auf Null gesetzt“, sagte der Bürgermeister. Dennoch haben Projekte wie das Abwasserbeseitigungskonzept, der Um- und Ausbau des Kindergartens und die Investition am Gerätehaus Priorität. „Ich hoffe, dass wir das Haushaltjahr gut überstehen“, gibt sich Zühlke kämpferisch.

Defizit von 94.000 Euro

Der gesamte Ergebnishaushalt umfasst Erträge (Einnahmen) in Höhe von rund 1,78 Millionen Euro, die Aufwendungen (Ausgaben) belaufen sich auf 1,87 Millionen Euro – das macht ein Defizit von knapp 94 000 Euro. „Damit ist der Haushalt grundsätzlich nicht genehmigungsfähig“, sagt der Pegauer Kämmerer Guido Voigt, „aber es gibt die Ausnahme, dass solche Verluste mit dem Basiskapital ausgeglichen werden können. Damit ist der Haushalt doch genehmigungsfähig.“ Die Kreisumlage schlägt in diesem Jahr mit 355.000 Euro zu Buche.

Schuldenberg schmilzt um 51.000 Euro

Zum Jahresanfang verfügte die Gemeinde Elstertrebnitz über 250.000 Euro auf der hohen Kante. Diese Summe schmilzt bis zum Dezember auf 37.700 Euro. Unter anderem wird damit der Schuldenberg von aktuell 376.000 Euro um 51.000 Euro abgetragen. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt nur noch 279 Euro.

Hebesätze bleiben gleich

Unangetastet bleiben die Hebesätze. „Daran wollen wir nicht rütteln“, so David Zühlke. Sie betragen für die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe 300 Prozent, für die Grundsteuer B für Grundstücke 413 Prozent sowie für die Gewerbesteuer 390 Prozent.

Von Kathrin Haase

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