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Borna Georgenkirche Rötha wird zum Aufnahmestudio
Region Borna Georgenkirche Rötha wird zum Aufnahmestudio
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15:00 28.06.2019
Die Musiker bei den Aufnahmen für das Kuhnau-Projekt auf der Orgelempore der Georgenkirche in Rötha im vorigen Jahr. Quelle: André Neumann
Rötha

Eine Woche lang steht die Georgenkirche in Rötha jetzt wieder ganz im Zeichen von Johann Kuhnau (1660 bis 1722). Der lange unterschätzte Komponist, Schriftsteller und Kirchenmusiker war von 1701 bis zu seinem Tod Kantor an der Leipziger Thomaskirche und damit unmittelbarer Vorgänger von Johann Sebastian Bach in diesem Amt. Als Thomaskantor war er auch Orgelsachverständiger.

In dieser Funktion hatte Kuhnau am 8. November 1721 die von Kirchenpatron Christian August Freiherr von Friesen (1674 – 1737) in Auftrag gegebene neue Silbermann-Orgel in der Georgenkirche vor deren Einweihung inspiziert.

Leipziger Vokalensemble Opella Musica spielen Kuhnaus Werk

Mit seinem eigenen musikalischen Schaffen stand Kuhnau stets im Schatten seines berühmten Nachfolgers. Das Leipziger Vokalensemble Opella Musica unter Leitung von Gregor Meyer und das Orchester Camerata Lipsiensis unter Leitung von David Timm machen sich seit einigen Jahren daran, Kuhnaus Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Johann Kuhnau (1660 bis 1722). Quelle: repro archiv

Bis zum 300. Todesjahr von Bachs Vorgänger, also 2022 soll dessen gesamtes Vokalwerk auf insgesamt acht CDs erscheinen. Jedes Jahr wird einer der thematisch sortierten Tonträger eingespielt, und zwar in Rötha in der Georgenkirche, einmal wurde in der Marienkirche musiziert.

Bei der Gelegenheit geben die Musiker auch ein Konzert in Rötha. Das findet in diesem Jahr am Dienstag, 2. Juli statt, nachdem zuvor zwei Tage in Rötha für die anstehenden Aufnahmen geprobt wurde. Beginn ist 19.30 Uhr. Es erklingen die Kantaten „Ihr Himmel, jubiliert von oben“, „Bone Jesu, Care Jesu“, „Ich freue mich im Herrn“, „Laudate pueri Dominum“ und „Lobet, ihr Himmel, den Herrn“.

Georgenkirche erneut zum Aufnahmestudio

Am Tag nach dem Konzert wird die Georgenkirche erneut zum Aufnahmestudio. Von Mittwoch bis Freitag werden die Musiker die Kantaten einspielen, erneut unter den geschulten Ohren und den Anweisungen von Tonmeister Uwe Walter, der die Aufnahmen leitet.

Opella Musica und camerata lipsiensis Kuhnau. Quelle: PicasaPicasa

Das Thema der mittlerweile sechsten CD, die jetzt von Mittwoch bis Freitag eingespielt werden soll, heißt Himmelfahrt. Bei CD Nummer fünf, die im vorigen Jahr aufgenommen wurde, sind Klage und Trost die verbindenden Elemente der darauf enthaltenen Kantaten. Sie befindet sich gerade in der Nachbearbeitung im Studio und wird voraussichtlich im November dieses Jahres im Handel erscheinen. Die jetzige Einspielung wird im kommenden Jahr zu haben sein.

Wer das Konzert in Rötha verpasst oder Opella Musca und die Camerata Lipsiensis mit den Kuhnau-Kantaten ein zweites Mal hören möchte, kann das am 5. Juli 20 Uhr in der Philippuskirche in Leipzig.

Von André Neumann

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