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Borna Glück-Auf-Platz in Borna ist offiziell eingeweiht
Region Borna Glück-Auf-Platz in Borna ist offiziell eingeweiht
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17:10 14.08.2019
Symbolisch haben am Mittwoch Vertreter von Bau- und Planungsfirmen, Stadtverwaltung, Wasserzweckverband und Fördermittelstellen das Einweihungsband am Glück-Auf-Platz zerschnitten. Quelle: Claudia Carell
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Borna

Wer auf dem neu gestalteten Glück-Auf-Platz in Borna auf einer Bank sitzt, kann sich wohl fühlen. Neben den alten großen Bäumen, darunter Zierkirschen, wurden zwölf kleine gepflanzt. Die Rasenfläche rahmen Beete mit Bodendeckern und Blumen ein.

Eingerahmt wird der Platz von Hochbeeten mit Sträuchern. Im hinteren Bereich gibt es eine Pergola, einen Pfeilergang, wo sich bald Kletter-Hortensien emporranken sollen. Neu ist auch ein Spielhaus aus Holz mit Sand-Kran. Auf sechs Bänken können Anwohner und Besucher Platz nehmen. Am Mittwoch wurde der Platz offiziell übergeben.

Er liegt an der Leipziger Straße (B 95) gegenüber des Friedhofs und war vorher „einfach nur hässlich“, wie es Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) formulierte, eine ungepflegte Wiese mit Gestrüpp sei es gewesen. Im August vergangenen Jahres begannen die Bauarbeiten. Teuer war vor allem das, was man nicht sieht.

Kontaminierter Boden verteuert Bauprojekt

Der Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) erneuerte unter dem Platz und dem Glück-Auf-Weg Kanäle, Leitungen und Kanalschächte. Die Kosten erhöhten sich noch einmal, weil auch Leitungen ausgewechselt werden mussten, die nicht mit eingeplant waren sowie kontaminierter Boden nicht wieder verbaut, sondern ausgetauscht werden musste, so der ZBL. Der Glück-Auf-Weg wurde grundhaft ausgebaut.

Ein Spielhäuschen mit Sand-Kran entstand für Kinder. Dahinter ist die Pergola zu sehen, wo sich bald Kletter-Hortensien emporranken sollen. Quelle: Claudia Carell

Neu ist, dass man jetzt auf einer Einbahnstraße den Platz, der nun von der B 95 abgekoppelt ist, umfahren kann. „Das wirkt verkehrsberuhigend“, sagte Anwohnerin Kerstin Singh. „Vorher bogen viele Autos direkt von der Bundesstraße ein und fuhren mitunter sehr schnell hier durch, da musste man immer aufpassen.“

Anwohnerin freut sich über Neugestaltung

Optimal für sie ist der kleine Parkplatz schräg gegenüber ihres Wohnhauses, wo sie für ihre Tochter einen Behindertenparkplatz erhielt. Das sei „eine große Erleichterung“. Überhaupt lobt die 58-Jährige das Bauvorhaben: „Es ist sehr schön geworden mit dem vielen Grün.“ Sie wuchs in dieser Siedlung, die in den 1930er Jahren entstand, auf und wohnt bis heute gern hier.

Die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten hätten sich in Grenzen gehalten. „Und ich muss die Bauarbeiter loben, die super nett waren und immer gleich reagiert haben, wenn wir ein Anliegen hatten, zum Beispiel wenn der Behindertenfahrdienst mal ans Haus ranfahren musste“ , sagte die Anwohnerin.

Neue Bäume wurden neben alten gepflanzt. Auf sechs Bänken können Anwohner und Besucher Platz nehmen. Quelle: Claudia Carell

Planerin Corina Krahnstöver wollte das Areal so ähnlich gestalten, wie es in den 30er-Jahren angelegt wurde. „Leider gibt es aus dieser Zeit keine Bilder“, sagte sie. Doch sicher sei, dass der Platz einen so genannten Tiefgarten mit Trockenmauern hatte. So führen heute Mini-Treppen in die grüne Oase mit Hochbeeten. Die Pergola sei ebenfalls typisch für die damalige Zeit, meinte die Landschaftsarchitektin.

Ärger wegen braun gewordener Sträucher

In einem Stadtgespräch im Oktober 2017 wurden die Anwohner vorab von den Plänen informiert, damals ging es vor allem um mehr Parkplätze. Auch beim Spielgerät entschieden die Bewohner mit. Etwas Ärger gab es im Mai dieses Jahres, als eine Frau die braun gewordenen Sträucher in den Grünanlagen kritisierte. Stadtverwaltung und Planerin entgegneten damals, dass Pflanzen Zeit zum Anwachsen brauchen. In der Tat: Heute grünt und blüht es auf dem hübschen Glück-Auf-Platz. Nur ein Baum ist nicht angewachsen und muss nachgepflanzt werden.

Viel Grün und eine Verringerung der CO2-Emissionen – das sieht das Efre-Förderprogramm der EU vor, aus dem 223.000 Euro in das Projekt flossen. Noch einmal 371.000 Euro stammen aus dem Fördertopf „Brücken in die Zukunft“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 850.000 Euro.

Einer der zwei Fahrradbügel am neu gestalteten Platz. Quelle: Claudia Carell

Von Claudia Carell

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