Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Groitzsch: Chip öffnet Türen zur neuen Kita
Region Borna Groitzsch: Chip öffnet Türen zur neuen Kita
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 13.02.2019
Die neue Groitzscher Kindertagesstätte „Schilfkörbchen“ im Sebastians Hof erhält eine elektronische Schließanlage. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Groitzsch

Für ein schönes Foto wird bei Einweihungen von Gebäuden häufig ein Schlüssel übergeben. Ein stilisierter natürlich, allein wegen der Größe. Bei der Eröffnung der neuen Groitzscher Kindertagesstätte „Schilfkörbchen“ am 22. Februar hat das noch eine zweite Symbolik. Wird doch die Kita im Sebastians Hof regulär nicht mit einem Schlüssel geöffnet und verschlossen. Die Stadt lässt ein elektronisches Schließsystem installieren, das schon in anderen kommunalen Einrichtungen im Einsatz ist.

„Das ist nicht ganz billig, aber dafür gut“, sagt Bürgermeister Maik Kunze (CDU). Über seine Eilentscheidung, Anbieter ASB Zwenkau (Alarmanlagen, Sicherheitstechnik und Brandmeldesysteme) auszuwählen, informierte er in der jüngsten Stadtratssitzung. Knapp 13.100 Euro werden dafür aus dem Stadtsäckel fällig. Wobei ihm mit der Firma keine echte Wahl blieb.

Anzeige

Groitzsch nutzt Transpondersystem seit 2009

Hatte sich die Kommune doch schon 2009 für dieses Transpondersystem entschieden. Ausgangspunkt war damals der Sporthallenneubau an der Schletterstraße gewesen. Es folgten die Umrüstung am Wiprecht-Gymnasium, an der Grundschule, dem Vereinshaus „Stadtmühle“ und den Haupteingängen zum Rathaus. „Es gab vorher so viele Schlüssel, die aus- und zurückgegeben werden mussten“, so Kunze. Da kam manches durcheinander, wurde immer mal ein Schlüssel vergessen.

„Das moderne System ist viel besser für die Koordinierung“, findet der Bürgermeister. „Wenn da mal ein Chip nicht gleich wieder da ist, wird er gesperrt. Auch eine zeitliche Begrenzung des Zugangs zum Gebäude ist so unproblematisch möglich.“ Deshalb könne er sich eine solche Anlage durchaus auch mal für das Volkshaus vorstellen, wenn es nach der Sanierung für die Nutzung freigegeben wird.

Wobei es ganz ohne Schlüssel doch nicht geht: Das Stadtoberhaupt ist im Besitz eines Superchips und eines Generalschlüssels. „Wir müssen ja im Notfall in die Gebäude kommen.“ Auch wenn der Strom ausgefallen ist.

Von Olaf Krenz