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Borna Groitzsch: Landesplanung könnte neuen großen Netto-Markt gefährden
Region Borna Groitzsch: Landesplanung könnte neuen großen Netto-Markt gefährden
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00:20 11.12.2017
Groitzsch. Quelle: Jens Paul Taubert
Groitzsch

Finanziell ergiebig für die Kommune war die letzte Sitzung 2017 der Groitzscher Stadträte. Während am Donnerstagabend keine Beschlüsse mit Ausgaben anstanden, stimmten die Abgeordneten für Einnahmen von knapp 450 000 Euro. Es ging um den Verkauf von fünf Grundstücken, wobei vier im neuen WohnbaugebietWiesenblick“ liegen. Beim größten Geschäft hingegen ging es um den Neubau des Netto-Marktes.

Dafür will die 5. BEMA Grundstücksverwaltungs GmbH in Hamburg die rund 1850 Quadratmeter große Wiesenfläche zwischen der Rückseite der bisherigen Filiale und der Altenburger Straße kaufen. Bei einem Quadratmeterpreis von 90 Euro wird eine Summe von gut 167 000 Euro fällig. „Der alte Markt soll geschliffen werden“, sagte Bürgermeister Maik Kunze (CDU). In den Neubauplänen seien eine Verkaufsfläche von 1000 Quadratmeter und 75 Parkplätze verzeichnet. „Ob diese Größe genehmigungsfähig nach der Landesplanung ist, müssen wir sehen“, so Kunze weiter. Er hatte die mehrjährigen Bemühungen der Rewe-Gruppe um einen Supermarkt mit ähnlicher Fläche im Blick, die bisher er­folglos sind. „Und wenn ein solcher Netto-Markt nicht gebaut werden darf“, fragte deshalb CDU-Stadtrat Andreas Zielke. Für diesen Fall, entgegnete der Bürgermeister, sehe der Vertrag erst mal eine aufschiebende Wirkung und bei einer endgültigen negativen Entscheidung eine Aufhebung des Verkaufs vor.

Der Groitzscher Netto-Markt an der Schusterstraße soll einem größeren Neubau weichen. Eröffnet wurde die Filiale am 1. Oktober 2002. Quelle: Mathias Bierende

Abgeordneter Henning Gräber (CDU) befürchtete, dass trotz der festgeschriebenen Absicht des Käufers, „einen neuen Lebensmittelmarkt“ zu errichten, vielleicht nur ein Ramschladen geschaffen werde. Es sollte doch „Netto“ drin stehen. Kunze verwies darauf, dass es um die Edeka-Gruppe geht, zu der verschiedene Supermarkt- und Discount-Ketten gehören. Da sei es wohl nicht schlimm, wenn es am Ende eine andere Filiale werde. „Klar ist eben der Lebensmittelmarkt.“ Jens Riemann (CDU) fügte hinzu: „Wichtig ist, dass der alte Markt wegkommt. Da steht dann keine Ruine neben dem Neubau, wie es in Lucka der Fall ist.“ Schließlich wurde der Bürgermeister mit 14 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung ermächtigt, den Kaufvertrag abzuschließen.

Einstimmig waren die Beschlüsse zum „Wiesenblick“. Die vier Käufer kommen aus Leipzig, Pegau, Groitzsch und Neukieritzsch. Damit dürften, wenn kein Erwerber abspringt, nur noch zwei Flächen im Wohnbaugebiet frei sein.

Von Olaf Krenz

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