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Borna Groitzsch: Pegauer Schüler lernen naturnah mit dem Nabu
Region Borna Groitzsch: Pegauer Schüler lernen naturnah mit dem Nabu
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15:52 26.09.2019
Zu den Unterrichtsthemen "Leben im Teich" und "Naturnahes Gärtnern" haben Pegauer Grundschule die Nabu-Regionalgruppe Südraum Leipzig in ihren Parzellen im Gartenverein "Erholung" in Groitzsch besucht. Quelle: Olaf Krenz
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Groitzsch

Umweltbildung im Sachunterricht klingt nicht unbedingt nach einem begeisternden Thema für aktive Grundschüler. Das Ganze sieht anders aus, wenn es aus dem Zimmer ins Freie, in die Natur geht. Mädchen und Jungen der Klasse 4 b aus der Grundschule Pegau erlebten das jetzt mit Unterstützung der Regionalgruppe Südraum Leipzig vom Naturschutzbund (Nabu) in Groitzsch.

Unbekannte vergiften Grünstreifen – 35 Wildkaninchen sterben

Nach dem Fußmarsch zum Treff im Naturschutzzentrum am Neuen Weg – ungefähr 3,5 Kilometer – besuchten die Kinder die Kleingartenanlage „Erholung“ nördlich der Schletterstraße. Die von Peter Windolph geleitete Nabu-Gruppe betreut hier zwei spezielle Parzellen. „Bei uns geht es etwas natürlicher zu, nicht so akkurat wie bei anderen Hobbygärtnern“, meinte er schmunzelnd. Allerdings gefällt das nicht allen, wurde er ernst. Dazu zeigte er im „Schmetterlingsgarten“ gleich hinterm Zaun einen braunen Streifen mit eingegangenen Pflanzen. Den hatten Unbekannte mit Gift besprüht oder begossen. Weil die Wirkung nicht sofort eingetreten war, hatte das noch verfütterte Grün zum Tod von mehr als 35 Wildkaninchen geführt, die eigentlich ausgewildert werden sollten.

Pegauer Viertklässler waren im Garten der Nabu-Regionalgruppe Südraum Leipzig zu Besuch

Ursprünglich hatte er hier nur fürs „naturnahe Gärtnern“ werben wollen. „Blühwiesen sind wichtige Lebensräume für Insekten, darunter Bienen. Weitere Biotope sind gut für Vögel, Amphibien, Eidechsen“, sagte er. Der Sommerflieder sei ein richtiger Schmetterlingsstrauch und Nektarspender. Auch Lavendel eigne sich gut. Und, gab er einen weiteren Tipp, selbst gebaute Vögelhäuschen sollten besser mit Leinölfirniss als Lackfarbe gestrichen werden. Auf großes Interesse der Schüler von Klassenlehrerin Kathleen Stowasser stieß die plötzlich aufgetauchte Ringelnatter, die ebenso schnell unter der Brücke wieder verschwand.

Wasserschlauch – eine fleischfressende Pflanze

Im „Teichgarten“ sprach unterdessen Ingo Thienemann vor einer zweiten Gruppe über den Lebensraum Wasser. Auf einem Plakat zeigte er Fische, Kröten, Kaulquappen, ehe er den Kindern versteinerte Muscheln in die Hand gab. In der anderen hielten die Mädchen und Jungen schon Kescher, mit denen sie gleich darauf selbst im Gewässer nach Tierchen und Pflanzen fischten. „Das ist ein Wasserfloh“, meinte ein Viertklässler stolz. „Wenn ein Floh so groß wäre...“, entgegnete Thienemann: „Das ist ein Wasserkäfer.“ Auch Wasserschlauch – eine fleischfressende Pflanze – und Wasserwanzen wurden gefunden.

Die Umweltbildung, gerade naturnah, wurde in Sachsen verstärkt angekurbelt, erklärte Peter Windolph. „Wir als Nabu-Regionalgruppe erhalten Förderung, damit wir die Grundschulen in Groitzsch und Pegau, aber auch Kindergärten dabei unterstützen.“ Zudem helfen Sponsoren mit, diesmal die Firma Schrott-Wetzel Elstertrebnitz. Für die Pegauer 4 b, ging es dann zurück zum Naturschutzzentrum, wo sie ihren Ausflug mit Basteln und Mittagessen fortsetzte.

Von Olaf Krenz

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