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Borna Groitzsch drängt auf Fördermittel für Fahrstuhl und Rettungstreppe an Schulen
Region Borna Groitzsch drängt auf Fördermittel für Fahrstuhl und Rettungstreppe an Schulen
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21:23 25.01.2018
Die Oberschule Groitzsch soll einen Fahrstuhl als barrierefreien Zugang erhalten. Quelle: Jens Paul Taubert
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Groitzsch

Ein Thema brannte dem Groitzscher Maik Kunze (CDU) besonders unter den Nägeln vor der jährlichen Bürgermeister-Klausur. Bei der Tagung der kommunalen Chefs mit Landrat Henry Graichen (CDU) und den Amtsleitern der Kreisverwaltung, die am Donnerstag in Weimar begann und am Freitag andauert, will der Schusterstädter über die Verteilung von Fördermitteln des sogenannten Schulhausbau-Programms sprechen. „Der Freistaat hat aus dem Geld vom Bund nach den Schülerzahlen 11,2 Millionen Euro für unseren Landkreis vorgesehen. Da wollen wir möglichst schnell unseren Anteil haben.“

Augenscheinlich sei Groitzsch zwar fertig mit Investitionen an seinen Bildungseinrichtungen. „Das ist aber nicht so“, stellte Kunze klar. An der Oberschule müsse ein barrierefreier Zugang geschaffen werden, deshalb soll ein Fahrstuhl angebaut werden. Noch dringender sei das Vorhaben an der Grundschule, so das Stadtoberhaupt. „Wir benötigen dort einen zweiten

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Die Groitzscher Grundschule benötigt einen zweiten Rettungsweg fürs Dachgeschoss. Quelle: privat

Rettungsweg aus dem Dachgeschoss.“ Wegen des Mangels können bisher in den zwei genutzten Räumen in der zweiten Etage nur jeweils elf Kinder unterrichtet werden.

„Das war zunächst kein Problem, weil die Zimmer für die zweieinhalbzügig errichtete Schule reichten“, sagte Kunze. „Inzwischen gibt es aber mehr Kinder. Und Mädchen und Jungen aus der Ortschaft Berndorf, die wegen der Nähe in Lucka beschult werden, kommen wohl künftig auch zu uns, weil Thüringen wie Sachsen ein Lehrerproblem hat.“ Deshalb müsse das Gebäude in der Groitzscher Südstraße demnächst durchgängig dreizügig genutzt werden, also mit drei Klassen pro Jahrgang. Ansonsten ist schon abzusehen, dass Schüler in anderen Einrichtungen unterrichtet werden, lässt der Bürgermeister keinen Zweifel an der Dringlichkeit.

Nach ersten Vorstellungen müsse die stählerne Treppe an der Rückseite des denkmalgeschützten Gebäudes geschaffen werden. „Dafür brauchen wir die Fördermittel“, sagte Kunze. Dann könnten die Planungen beginnen. Und wenn die Abrechnung der Gelder noch in diesem Jahr erfolgen soll, würde Groitzsch auch noch 2018 bauen.

Von Olaf Krenz