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Borna Groitzsch will den Hort „Am Wasserturm“ erweitern
Region Borna Groitzsch will den Hort „Am Wasserturm“ erweitern
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18:00 26.07.2019
Der Groitzscher Hort „Am Wasserturm“ soll erweitert werden. Es geht um eine weitere Etage für den Anbau (weiße Fassade), der 2006 eingeweiht wurde. Blick von der Südstraße. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch

Eine Erweiterung des Horts „Am Wasserturm“ strebt die Stadt Groitzsch an. Der vor gut 13 Jahren geschaffene Anbau am Gebäude an der Altenburger Straße soll um eine Etage aufgestockt werden. Das kündigte Bürgermeister Maik Kunze (CDU) in der Sitzung des Technischen Ausschusses am Donnerstagabend an. Bauamtsleiter Dirk Schmidt stellte das Projekt vor. Umgesetzt werden soll es im nächsten Jahr.

Raumsituation für den Hort entspannen

Angesichts höherer Kinderzahlen, die vielerorts zum Ausbau von Tagesstätten und Schulen führen, scheint das ein folgerichtiger Schritt. Allerdings, sagte Kunze, geht es hier gar nicht um eine Kapazitätserweiterung, sondern um ein höheres Platzangebot. Schließlich werden aktuell zwei Hortgruppen in Räumen der Grundschule betreut; diese soll mit dem Vorhaben entlastet werden.

Höhere Betreuungsquote im Hort als zu DDR-Zeiten

Im vergangenen Schuljahr hatte sich das Erzieher-Team nach dem Unterricht um insgesamt fast 230 Mädchen und Jungen gekümmert; auch ein Ferienangebot gibt es. „Bei rund 240 Grundschülern haben wir damit eine höhere Betreuungsquote als zu DDR-Zeiten“, so der Bürgermeister. Da für die nächste Zeit trotz einiger Spitzen wohl nicht mehr als die momentane durchgängige Dreizügigkeit in der Schule (drei Klassen pro Jahrgang) erreicht werde, dürfte auch die Hortkinderzahl nicht wesentlich steigen.

Der Groitzscher Hort „Am Wasserturm“ an der Altenburger Straße. Es geht um eine weitere Etage für den Anbau (r.). Das Treppenhaus (rot) ist bereits so hoch ausgelegt. Quelle: Olaf Krenz

Neue Etage bringt ein Gruppenzimmer

Der Anbau war mit dem sanierten Gebäude am 1. Juni 2006 eingeweiht worden. Das Erweiterungsprojekt soll in Leicht-, Ständerbauweise umgesetzt werden, erklärte Amtsleiter Schmidt. Entstehen sollen ein circa 65 Quadratmeter großes Gruppenzimmer, ein Lagerraum und der Zugang. Dafür wird ein Durchbruch zum bereits nach oben reichenden Treppenhaus geschaffen. Den Abschluss bildet ein Flachdach. Ein extra Sanitärbereich ist nicht erforderlich. Ebenso schon vorhanden ist ein zweiter Rettungsweg, bestätigte Schmidt auf Anfrage von FDP-Stadtrat Dieter Hager.

Kosten von 200.000 Euro in Zweifel gezogen

Laut Planer soll das Vorhaben rund 200.000 Euro kosten, fügte er hinzu. „Wir wollen das über SOP fördern lassen“, ergänzte Kunze. Dieses Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ liefere Zuschüsse von wenigstens 50 Prozent. „Die Summe wird kaum reichen“, entgegnete Hager aus jahrzehntelanger Erfahrung als Bauunternehmer.

„Da die Hälfte des berechneten Geldes gefördert wird, müssen wir draufzahlen, wenn es teurer wird.“ Das Projekt sollte besser noch von einem anderen Büro durchgerechnet werden, regte er an. „Das geht nicht so einfach“, meinte der Bürgermeister. „Wir suchen händeringend nach Planern für verschiedene Sachen.“

Groitzsch will Baugenehmigung noch 2019

Nachdem der Ausschuss keine Einwände gegen das Projekt geltend machte, soll nun der Bauantrag erarbeitet werden. „Wir wollen bis Weihnachten die Baugenehmigung haben“, stellte Bauamtsleiter Schmidt klar. Was bedeutet, dass der Antrag bis Ende September eingereicht sein müsste.

Von Olaf Krenz

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