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Borna Groitzsch will mit LMBV See-Parkplatz ausbauen
Region Borna Groitzsch will mit LMBV See-Parkplatz ausbauen
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18:42 16.01.2019
Rechts und links von Imbiss und Zugang zum Großstolpener See gibt es die zwei Parkplatzflächen. Quelle: Olaf Krenz
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Groitzsch

Nach einer Pause hat die Stadt Groitzsch wieder sogenannte Paragraf-4-Maßnahmen auf die Tagesordnung gesetzt. Gemeinsam mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), die die Areale von ehemaligen Braunkohletagebauen saniert und gestaltet, sollen drei Vorhaben beim Parkplatz- und Wegebau umgesetzt werden. Ihre Finanzierung soll in den neuen Doppelhaushalt 2019/2020 aufgenommen werden, sagt Bürgermeister Maik Kunze (CDU). „Die Ausführung wird dann eher im nächsten Jahr sein.“

Straßenerneuerungen aus Bergbaufolgemitteln realisiert

Paragraf-4-Maßnahmen bezeichnen Projekte in Bergbaufolgelandschaften, bei denen Tagebausanierer mit staatlicher Förderung eine (bessere) Nutzung des Geländes vorbereiten. Im Groitzscher Raum hatte die LMBV in der Vergangenheit unter anderem die Kippenrandstraße am früheren Abbaufeld Peres hergerichtet, zuletzt 2012 den reichlich drei Kilometer langen Abschnitt zwischen den Ortsteilen Großstolpen und Wischstauden für rund 600 000 Euro.

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Parkplatz am Landschaftssee Großstolpen soll saniert werden

Eins der neuen Vorhaben soll der Ausbau des Parkplatzes am Landschaftssee Großstolpen sein, teilt Kunze mit. Aktuell gibt es an dem städtischen Badebereich zwei sandgeschlämmte Flächen, die die Kommune 1999 für 80 Autostellplätze geschaffen hatte. „Das könnte nun ertüchtigt werden.“ Fördermittel seien schon beantragt. 85 Prozent der Kosten würden so gedeckt, den Rest trage die Stadt. Wie bei den anderen Projekten sei die LMBV für die Planung und Ausführung verantwortlich.

Nur grobe Schätzungen zum Finanzbedarf

Ebenfalls in den Blick genommen wird eine Fuß- und Radweg-Verbindung zwischen den südlichen Ortsteilen Hemmendorf und Maltitz. „Wir wollen das auf jeden Fall versuchen, die müsste aber über Mibrag-Gelände laufen.“ Deshalb soll es noch in diesem Monat eine Abstimmung mit dem Braunkohleunternehmen geben. „An sich wäre das förderfähig, sagt die LMBV“, so der Bürgermeister weiter. „Das wäre eine Option, die wir gerne ziehen würden. Wir müssen aber mal gucken, was es wirklich kostet.“ Bisher gebe es zu den Projekten nur grobe Schätzungen zum Finanzaufwand.

Wegeausbau von Großstolpen zur Kippenrandstraße

Und schließlich geht es um einen besseren, einen ausgebauten Weg von Großstolpen zur Kippenrandstraße. Dabei, erklärt Maik Kunze, handelt es sich um die sogenannte nördliche Anbindung, die bisher unbefestigt ist und gemacht werden müsste. Alles funktioniert aber nur, wenn es tatsächlich Paragraf-4-Mittel dafür gibt.

Von Olaf Krenz