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Borna Groitzscher Spielleute-Jugend ist deutscher Vizemeister
Region Borna Groitzscher Spielleute-Jugend ist deutscher Vizemeister
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20:00 04.06.2019
Der Jugendzug der Groitzscher Spielleute hat bei der Deutschen Meisterschaft in Osnabrück in der Kategorie Marschmusikwertung den zweiten Platz belegt. Quelle: Groitzscher Spielleute
Osnabrück/Groitzsch

Es war schon eine verrückte Idee: für knapp fünf Minuten Auftritt nach Osnabrück (Niedersachsen) zu fahren. Doch sportlich gesehen, hat es sich auf jeden Fall gelohnt für den Jugendzug der Groitzscher Spielleute. Die Nachwuchstruppe unter Leitung von Florian Krumbholz gewann bei der Deutschen Meisterschaft den zweiten Platz.

Groitzsch kann stolz auf seine jungen Spielleute sein, welche die Stadt würdig auf nationaler Ebene vertreten haben“, sagt der Chef. Zumal sie sich damit für die nächsten beiden Weltmeisterschaften des internationalen Verbandes WAMSB qualifizierten – 2020 in Bangkok (Thailand) und 2021 in Rastede (Deutschland, nördliches Niedersachsen).

Groitzscher Erwachsenenzug bleibt zu Hause

Eigentlich hatten sich mit der Jugend der Erwachsenenzug und die Drumshow „Schwarz-Weiss“ beim 3. Groitzscher Musikfest im vergangenen September Startplätze für die Titelkämpfe der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände in Osnabrück gesichert. Doch die Großen mussten wegen Personalproblemen absagen. Und so gingen 19 Aktive des Nachwuchszuges, zwei Reservemusikanten und mehr als ein Dutzend weitere Vereinsmitglieder und Fans auf Tour.

Spielleute-Jugend fährt eine Strecke sechs Stunden

Die Auftrittszeit war auf den Freitag nach Himmelfahrt, 16.04 Uhr festgelegt worden. Der Bus startete 7 Uhr. „Während der Sechs-Stunden-Fahrt waren die Anspannung und Aufregung bei allen deutlich zu spüren“, sagt Krumbholz. Immerhin wollten die Akteure nach wochenlanger harter musikalischer und marschtechnischer Arbeit eine möglichst hohe Punktzahl erreichen. Vor Ort nutzten die Groitzscher die Chance, sich eine halbe Stunde auf dem Wettkampfplatz warmzulaufen, um noch einmal die wichtigsten Elemente zu testen.

Suttkus-Hornmarsch, Lummerland-Lied und „Pferd auf’m Flur“

Als die Jury das Startzeichen gab, setzte sich der Zug mit Stabführer Krumbholz an der Spitze gleichmäßig mit dem ersten Ton der Signalhörner in Bewegung. Dem Suttkus-Hornmarsch ließen die Schusterstädter das Lummerland-Lied „Eine Insel mit zwei Bergen“ aus dem Film „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ folgen. Wobei ihnen einige Wertungsrichter direkt auf dem Feld auf die Füße schauten.

Schließlich drehten die Groitzscher – nach den erfolgreich absolvierten Vorgaben von drei Links- und drei Rechtsschwenkungen – unter ihren Klängen des Partyhits „Da steht ein Pferd auf’m Flur“ von Klaus & Klaus zum Abschluss vor dem Publikum. „Es gab tosenden Applaus von der gut besuchten Tribüne“, erzählt Florian Krumbholz. „Da sind wir mit einem erleichterten Lächeln im Gesicht vom Platz marschiert.“ Anschließend seien sofort Tränen der Freude und Erleichterung geflossen.

Ergebnis kommt erst einen Tag später

Eine wirkliche Erlösung in Form der Bewertung blieb jedoch zunächst aus. „Weil die Ergebnisse erst nach den weiteren Wettbewerben am Samstagabend verkündet wurden“, so der Nachwuchsleiter. Also galt es für seine Truppe, einen reichlichen Tag zu warten. Allerdings die meiste Zeit zu Hause, weil einige Mitstreiter Teilnehmer und Gäste der Jugendweihe daheim waren. „Wie etwa unsere neueste Flöterin, die erst ein halbes Jahr dabei ist.“ In einem Crashkurs habe sie in dieser kurzen Spanne viel gelernt.

„Und dann freitagnachmittags in solch einen Wettkampf zu gehen, nachts heimzukommen und am nächsten Vormittag zur Jugendweihe zu gehen, ist schon eine tolle Leistung“, sagt Krumbholz. Wobei er der gesamten Mannschaft – mit fünf Neulingen bei solch einem Auftritt – ein starkes Engagement bescheinigt.

Deutscher Vizemeister mit starker Punktzahl

Schließlich kam 20.35 Uhr die Nachricht von „fabelhaften 84,92 von möglichen 100 Punkten“, so der Leiter, das „zweitbeste Ergebnis in der Historie der Groitzscher Spielleute seit 2003“. Das bedeutete Rang eins in der „Liga 2“ und das Prädikat „Silbermedaille“ (80 bis 85 Zähler). Da in der „Liga 1“ mit viel schwererem Parcours nur der Nachwuchs des Spielmanns- und Fanfarenzuges Fürstenau antrat und Deutscher Meister wurde, kann sich somit „der Groitzscher Jugendzug stolz als Vizemeister bezeichnen“, freut sich Krumbholz.

Öffentliche Generalprobe der Erwachsenen

Die Erwachsenen nehmen nun bei den Rasteder Musiktagen, der Offenen Europameisterschaft, Ende des Monats neuen Anlauf. Dafür halten sie am 23. Juni ab 17 Uhr eine halbstündige Generalprobe auf dem Groitzscher Sportplatz an der Schletterstraße ab.

Von Olaf Krenz

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