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Borna Großdeubener Feuerwehrball kommt ohne eine übliche Zutat aus
Region Borna Großdeubener Feuerwehrball kommt ohne eine übliche Zutat aus
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00:19 10.01.2018
Gutgelaunt: Dietmar Prengel, Bert Knappe sowie Franziska und Gerd Steinhage (v.li.) genossen den Abend. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
Böhlen/Grossdeuben

Einen Feuerwehrball hat es in Großdeuben schon lange nicht mehr gegeben. Man muss schon einige Jahre in der Chronik zurückblättern, um auf eine solche Veranstaltung zu stoßen. Feste Adresse für die Floriansjünger war seinerzeit das Gasthaus „Weißes Roß“. Doch das ist längst abgebrochen, zuletzt waren dort wiederum die Großdeubener Feuerwehrleute vor Ort, um einen Brand in der Ruine zu löschen. Bert Knappe, seit 2014 Wehrleiter in Großdeuben, wollte die alte Balltradition nun wieder beleben.

Das 1000-jährige Ortsjubiläum sollte schon im Dezember der passende Anlass sein, schließlich wurde die Veranstaltung dann aber in den Januar verlegt. Am Sonnabend war es nun soweit – im Kulturhaus Böhlen kamen tanzlustige Feuerwehrleute und interessierte Einwohner in ungezwungener Atmosphäre zusammen.

„Es soll ganz bewusst ein Fest für die Feuerwehrleute sein. Ohne Ehrungen, ohne Beförderungen, ohne Grußworte“, so Knappe. Es gehe einfach nur darum, gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. „Ich mag nun mal keine gegenseitige Beweihräucherung von Wichtigtuern“, betonte Knappe, der mit seinen gerade mal 29 Jahren einer der jüngsten sächsischen Wehrleiter ist.

Von den 130 Sitzplätzen waren am Sonnabend jedoch nur 80 besetzt. „Der Kartenverkauf lief nicht so gut, wie wir es eigentlich erwartet hatten“, räumte der Chef ein. Die benachbarten Wehren hätten beispielsweise gerade ihre Jahreshauptversammlungen.

Mancher Gast nahm weite Wege auf sich, um beim Ball dabei zu sein. Den Rekord an zurückgelegten Kilometern dürfte Gerd Steinhage erreicht haben. „Vor vier Jahren bin ich der Liebe wegen von Großdeuben in die Schweiz ausgewandert.“ Der gelernte Zimmermann war 16 Jahre in der Freiwilligen Feuerwehr Großdeuben aktiv. „Da fiel mir der Abschied schon recht schwer. Es ist ja ganz klar, dass ich zu so einem Anlass mit hier bin.“

Der Feuerwehr blieb er jedoch auch in der neuen Heimat treu. Die Struktur der dortigen Wehr sei ganz ähnlich wie in Deutschland, es wird auf freiwillige Helfer gebaut. Anders als in der Bundesrepublik dürfen Feuerwehrleute in der Schweiz jedoch auch den Verkehr regeln und Umleitungen einrichten. In dieser speziellen „Verkehrstruppe“ ist übrigens Steinhages Frau Franziska aktiv. „Die Dienstgrade sind militärisch, ich bin Soldat, mein Mann Unteroffizier“, erklärte diese. Bei ihren Einsätzen sehen sich die Beiden wegen dieser Spezialisierung meistens nicht. „Manchmal muss ich dann morgens raus, und meine Frau darf liegen bleiben“, gab Gerd Steinhage schmunzelnd zum Besten.

Ganz andere Einsätze leistet Dietmar Prengel. Der 66-Jährige ist längst Rentner, aber noch immer in der Großdeubener Wehr aktiv. Eine regelmäßige Aufgabe kommt sogar seiner Sammelleidenschaft zugute. „Bei Veranstaltungen im Böhlener Kulturhaus leiste ich häufig Brandwache. Da treffe ich dann hinter der Bühne auch mal den ein oder anderen Prominenten“, sagte er. Und so entstehen dann immer wieder gemeinsame Fotos mit bekannten Gesichtern.

Von Bert Endrustzeit

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