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Borna Großstolpener See-Parkplatz kommt später als gedacht
Region Borna Großstolpener See-Parkplatz kommt später als gedacht
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20:00 15.07.2019
Rechts und links von Imbiss und Zugang zum Großstolpener See gibt es die zwei Parkplatzflächen, für die eine Neugestaltung vorgesehen ist. Quelle: Olaf Krenz
Groitzsch/Grossstolpen

Die angedachte Neugestaltung der Parkflächen am Landschaftssee Großstolpen wird kommen. Das sagte der Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze (CDU) der LVZ. Dabei wird nicht die Kommune der Bauherr sein, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) setzt das Projekt um. Allerdings, so der Stadtchef weiter, kann damit wohl erst für Ende 2021/Anfang 2022 gerechnet werden.

Parkplatz-Bau am See vom Bergbausanierer befürwortet

Dass Groitzsch diese und zwei weitere der sogenannten Paragraf-4-Maßnahmen anstrebt, hatte Kunze bereits zum Jahreswechsel angekündigt. Die Stadt sei mit der LMBV im Gespräch, hieß es damals. Das Unternehmen saniert und gestaltet im Auftrag von Bund und Ländern die Areale von ehemaligen Braunkohletagebauen. „Inzwischen hat die LMBV das Parkplatz-Vorhaben befürwortet und wird es realisieren“, so der Bürgermeister. „Das ist eine klassische Maßnahme in dem Auftragsrahmen, das passt.“

Laut Verwaltungsabkommen zur Braunkohlensanierung sollen mit den Projekten „eine Erhöhung des Folgenutzungsstandards und der touristischen Nachnutzung in den Bergbaufolgeregionen erfolgen“, erklärt das Unternehmen aus seiner Homepage.

LMBV zahlt Großteil der Kosten

Am Zugang zum Badestrand des Großstolpener Sees sollen die zwei Parkbereiche aufgewertet werden, die sich auf beiden Seiten von der „Stolperei – Bistro am See“ befinden. Sie waren vor 20 Jahren als sandgeschlämmte Flächen für 80 Autos geschaffen worden. 85 Prozent der Kosten trägt die LMBV über Fördermittel, den Rest zahlt die Stadt. Wie viel das sein wird, ist noch offen. „Die konkrete Planung muss erst noch erfolgen“, sagte Kunze. Ursprünglich hatte er gehofft, dass die Umsetzung 2020 erfolgt. Das wird aber wohl erst nach der Badesaison in zwei Jahren möglich sein.“

Weiter Vorhaben auf noch später verschoben

Weiter verschoben wurden die zwei anderen Vorhaben, wobei die Prioritäten noch mal abgestuft werden, so der Bürgermeister. Die sogenannte nördliche Anbindung von Großstolpen zur Kippenrandstraße, die bisher unbefestigt ist, solle einen besser ausgebauten Weg erhalten. Geringere Bedeutung werde einer Fuß- und Radweg-Verbindung zwischen den südlichen Ortsteilen Hemmendorf und Maltitz beigemessen, die über Gelände des Braunkohleunternehmens Mibrag verlaufen soll. Termine seien hier wie dort nicht genannt worden.

Von Olaf Krenz

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