Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Grüne fordern Klarheit für vom Tagebau bedrohtes Pödelwitz
Region Borna Grüne fordern Klarheit für vom Tagebau bedrohtes Pödelwitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 22.07.2019
SKnapp zwei Wochen vor dem Klimacamp in Pödelwitz fordern die Grünen im Landtag Sicherheit für Dörfer bei Leipzig, die weggebaggert werden sollen.
SKnapp zwei Wochen vor dem Klimacamp in Pödelwitz fordern die Grünen im Landtag Sicherheit für Dörfer bei Leipzig, die weggebaggert werden sollen. Quelle: Tim Wagner
Anzeige
Dresden/Pödelwitz

Die Grünen im Landtag haben von der Landesregierung und dem Energiekonzern Mibrag Sicherheit für die Menschen in den vom Braunkohleabbau südlich von Leipzig bedrohten Dörfern gefordert.

Die Planungen zur Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain seien durch nichts zu rechtfertigen und angesichts fehlender energiewirtschaftlicher Gründe auch „schlicht aussichtslos“, sagte Gerd Lippold, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, am Montag in Dresden vor dem zweiten Klimacamp, das vom 3. bis 12. August in Pödelwitz bei Leipzig stattfindet.

Klimacamp in Pödelwitz

Bei dem neuen Klimacamp werden Anfang August bis zu Tausend Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet.

Während des Klimacamps 2018 kam es auch zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Eine Teilnehmerin des Camps stand deshalb vor Gericht.

So lief das Klimacamp im Vorjahr ab.

Die Mibrag bereitete sich 2018 intensiv auf das Klimacamp vor.

Die Aktivisten übten dagegen das Blockieren und den Umgang mit der Polizei.

Gefahr der Zerstörung von Pödelwitz noch immer da

Lippold verwies dabei auf den Beschluss der Kohlekommission, nach dem Kohleverstromung und Braunkohletagebau auch im mitteldeutschen Revier viel früher als ursprünglich geplant enden. Unverständlich sei, dass in Sachsen nach wie vor Pläne zur Tagebauerweiterung und damit Zerstörung von Pödelwitz bestehen und von den Behörden unterstützt werden. Mibrag und Oberbergamt müssten sich stattdessen endlich mit der Verkleinerung bereits genehmigter Abbaufelder beschäftigen.

Die nur noch knapp 30 Einwohner des Dorfes südlich von Leipzig fordern seit Wochen eine klare Perspektive und eine Garantie für den Fortbestand ihres Ortes. Die Betriebserlaubnis für den Tagebau aber gilt weiterhin bis 2040. Schon mehrfach haben Kohle-Gegner Bagger besetzt.

Von block