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Borna Grundschule Lobstädt hat wieder eine eigene Leiterin
Region Borna Grundschule Lobstädt hat wieder eine eigene Leiterin
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08:16 18.09.2019
Viola Schwingel ist die neue Schulleiterin der Grundschule Lobstädt. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Lobstädt

Wenn von Schule die Rede war, beherrschte in den vergangenen Wochen und Monaten die Grundschule Deutzen die Schlagzeilen und die öffentliche Debatte in Neukieritzsch. Dabei wäre fast untergegangen, dass es an der Grundschule in Lobstädt seit Beginn des Schuljahres eine neue Leiterin gibt. Sie heißt Viola Schwingel und ist 53 Jahre alt.

Damit ist die Stelle nach einem ganzen Schuljahr wieder besetzt. Die frühere Schulleiterin Petra Zapfe hatte 2018 die Leitung einer Grundschule in Leipzig übernommen. Die Lobstädter Schule wurde übergangsweise von der Neukieritzscher Schulleiterin Annett Brückner geführt.

Lobstädter Grundschule aus dem Dornröschenschlaf wecken

Viola Schwingel kennt die Schule in Lobstädt seit März 2019, von da an war sie abgeordnete Lehrerin für Werken. Auf die ausgeschriebene Schulleiterstelle hatte sie sich schon viel früher beworben. Öffentlich machte sich die neue Chefin schon vor ihrem Amtsantritt in Neukieritzsch bemerkbar. Das war Ende Juni, mitten in der Debatte um die Notauslagerung der Deutzener Grundschule. In der Bürgerfragestunde einer Gemeinderatssitzung meldete sie sich damals zu Wort.

Die Schule in Lobstädt liege im Dornröschenschlaf, müsse aufgeweckt werden. Und sie machte damals öffentlich auch auf ein Größenproblem aufmerksam: „Wir konnten vier Kinder nicht aufnehmen, weil im Hort zu wenig Platz ist.“ Für die vier Schüler seien Lösungen gefunden worden, sagt die neue Schulleiterin jetzt. Sie verschweigt aber nicht, dass sich das Problem ausweiten könnte. Derzeit hat die Schule 72 Kinder in vier Klassen. Die neue erste Klasse ist mit 22 Mädchen und Jungen die vollste. Tendenz steigend.

Platznot im 115 Jahre alten Gebäude absehbar

Selbst wenn der Hort noch mehr Kinder aufnehmen könnte – spätestens wenn wegen der Anmeldezahlen irgendwann zwei Klassen in einem Jahr erforderlich werden, würde es eng in dem 115 Jahre alten Schulhaus. Und dazu könnte es kommen, wenn in ein paar Jahren Kinder aus dem geplanten Wohngebiet in Kahnsdorf in Lobstädt eingeschult werden. „Wir suchen nach Lösungen für künftig stärkere Klassen und für die Zweizügigkeit“, deutet die Schulleiterin an, dass die Gespräche bereits laufen.

Die in Zwenkau wohnende Pädagogin hat sich aus gutem Grund für die Stelle in Lobstädt beworben. „Ich liebe das Ländliche sagt sie.“ Außerdem sei das hier eine sehr schöne Schule. Und nach den Erfahrungen, die sie als Lehrerin und in den ersten Wochen als Schulleiterin machte, spüre sie auch, dass die Eltern sehr engagiert seien und sich ins Geschehen einbrächten.

Neue Leiterin unterrichtete schon in Markkleeberg und Frohburg

Viola Schwingel hatte in der DDR Grundschullehrerin studiert, war aber nach der Vereinigung zunächst aus dem Schuldienst ausgeschieden und hatte in verschiedenen anderen Branchen gearbeitet. Als Lehrerin ist sie jetzt seit vielen Jahren wieder tätig, sie unterrichtete in Markkleeberg und in Frohburg. In Lobstädt gibt sie in diesem Schuljahr Mathe- und Werk-Unterricht.

Das 115 Jahre alte Lobstädter Schulgebäude mit der neuen Sporthalle davor. Quelle: André Neumann

Die Lobstädter Schule hat mit der Leiterin derzeit fünf feste Lehrerinnen, eine Referendarin und fünf abgeordnete Lehrkräfte, die tageweise von anderen Schulen kommen. Mit diesem Personal sei der Unterricht gut abzusichern.

Sportveranstaltungen mit der Neukieritzscher Schule

Und mit diesem Team will die Schulleiterin an bewährten Dingen festhalten. Dazu zählen für sie das Martinsfest und der Weihnachtsbasar gemeinsam mit dem Hort, aber auch gemeinsame Sportveranstaltungen mit der Grundschule Neukieritzsch, die es im vorigen Schuljahr zum ersten Mal gab. Der Wettstreit mit einer anderen Schule sei nämlich gut für die Kinder, denn in einer kleinen einzügigen Schule „weiß immer schon vorher jeder, wer gewinnt“, sagt Viola Schwingel.

Überarbeitet wurde die Website der Schule, auf der Eltern und Kinder jetzt mit Anmeldung direkt in einen geschützten Bereich für ihre Klassen kommen. Und auch das Schulprogramm von 2009 soll unter die Lupe genommen werden. Am Motto der Schule wird aber auf jeden Fall festgehalten: „Die einfachste Art, einen Freund zu haben, ist die, selber einer zu sein.“ Das ist ein Zitat des amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson (1803 – 1882).

Von André Neumann

Um das Thema Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement geht es bei einem Fachtag im Rahmen des Sächsischen Landeserntedankfestes in Borna.

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