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Borna Günter Kolbusa aus Borna bleibt seinem Skoda treu
Region Borna Günter Kolbusa aus Borna bleibt seinem Skoda treu
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15:00 13.09.2019
Günter Kolbusa (rechts) vom Bornaer Skodaclub mit Harald Gohlke vom gleichnamigen Autohaus in Zedtlitz. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Es gibt Statistiken, denen zufolge Männer eher ihre Ehefrau wechseln als ihre Automarke. Das trifft auf Günter Kolbusa aus Gestewitz nur bedingt zu.Zwar fährt der Mann, der ein Vierteljahrhundert lang im Bornaer Stadtrat saß (Linke und SPD/FDP-Fraktion), seit den 70er-Jahren Skoda. Eine Treue, die aber noch von der zu seiner Frau übertroffen wird, mit der er nahezu ein halbes Jahrhundert zusammen ist.

Skoda mit Heckmotor

Dennoch ist Günter Kolbusa Überzeugungstäter in Sachen Skoda. Das erste Fahrzeug aus der damaligen Tschechoslowakei bekam er 1972. Ein Skoda 100 mit Heckmotor. Er stammte von seinem Schwiegervater, der das gute Stück aus Böhmen ebenfalls gebraucht übernommen hatte. Zwölf Jahre später durfte sich Kolbusa dann über einen Skoda 105 freuen. Einen Neuwagen. Als gelernter DDR-Bürger hatte er sich beizeiten, also recht bald nach Erwerb seines ersten Autos, für einen Neuwagen angemeldet.

Genügend Platz für alle im Skoda

Die Lieferzeit des sozialistischen Autohandels lag bei den Modellen aus dem Bruderland bei zehn Jahren, so wie beim Trabant oder beim Wartburg auch. Dennoch, so Günter Kolbusa, war die Beschaffung eines Skoda doch etwas einfacher als die eines vergleichbaren DDR-Autos. Dabei war der Skoda für DDR-Verhältnisse schon ein Gefährt der gehobenen Klasse. Kolbusa: „Man saß bequem und hatte genügend Platz.“ Für die Familie nicht nur im Urlaub ein Muss, wenn neben Vater, Mutter und zwei Kindern auch die Schwiegermutter ihren Platz im Auto beanspruchte. Ein wesentlicher Unterschied zur rollenden Plaste aus Zwickau.

Wenig reparaturanfälliges Auto

Der Skoda, erinnert sich Günther Kolbusa, „war einer der ersten Viertakter bei uns“. Und er war vergleichsweise wenig reparaturanfällig. Allerdings konnte es zum Problem werden, wenn sich das Getriebeöl im Motor zu sehr erhitzte. Der Motor befand sich beim Skoda in jenen Jahren hinten. Und das gute Stück aus dem Werk in Jungbunzlau (Mlada Boleslav) rostete relativ schnell. Aber das waren Probleme, die sich lösen ließen, auch weil Kolbusa regelmäßig zur Wartung ging.

Skoda als robustes Arbeitstier

Seine Skodas aus sozialistischer Produktion waren jedenfalls robuste Arbeitstiere. Das mussten sie auch sein. Sie hatten am Ende 140.000 Kilometer und mehr auf dem Tacho, für Ost-Autos beachtliche Zahlen. Wohl auch deshalb blieb Günther Kolbusa seiner Automarke treu, als sich das Gros der DDR-Bürger auf VW, Opel und Ford stürzte. Er war nicht scharf auf ein Westauto. Mittlerweile fährt er seinen 7. Skoda.

Gründung des Autoklubs Borna

Die Verbundenheit zur Traditionsmarke aus Tschechien war es wohl auch, die zur Gründung des Ersten Skoda-Autoklubs Borna führte. Aus einer Laune heraus vor nunmehr 22 Jahren, wie Kolbusa sagt. Die Idee entstand im Zedtlitzer Skoda-Autohaus Gohlke. Allerdings handelt es sich bei den vereinten Skoda-Liebhabern keineswegs um eine Ansammlung von Bastlern und Schraubern. „Wir sind eher so etwas wie eine Familie.“ Dazu gehören auch Kinder und Enkel. Einmal im Monat gehen die etwa 20 Mitglieder zum Bowling. Außerdem stehen ein, zwei Ausfahrten im Jahr auf dem Programm, gern auch ins Heimatland ihres Lieblingsautos.

Von Nikos Natsidis

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