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Borna Hellriegel versichert: Neukieritzsch will weiter mit Regis kooperieren
Region Borna Hellriegel versichert: Neukieritzsch will weiter mit Regis kooperieren
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13:09 04.07.2019
Die Gemeinde Neukieritzsch bleibt offen für eine Zusammenarbeit mit Regis-Breitingen. Quelle: Jens Paul Taubert
Neukieritzsch

Die Gemeinde Neukieritzsch bleibt trotz aller Querelen der vergangenen Wochen offen gegenüber einer Zusammenarbeit mit der Stadt Regis-Breitingen. Das hat der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) jetzt drei gewählten Stadträten der Nachbarkommune versichert.

Diskussionen haben für Verwirrung gesorgt

Karsten Jockisch, der als einer von zwei CDU-Abgeordneten in den künftigen Regiser Stadtrat gewählt worden ist, hat beruflich eine enge Beziehung zu Neukieritzsch. Er ist in der dortigen Gemeindeverwaltung für Brandschutz und Gewerbe verantwortlich. Als neuer Stadtrat wollte er frühzeitig wissen, wie die Beziehungen zwischen den Nachbarn künftig auf kommunaler Ebene gestaltet werden sollen. Zumal die Diskussionen der Vergangenheit für viel Verwirrung gesorgt haben. Erst hatte Regis-Breitingen mit Neukieritzsch über eine Oberschule gesprochen, neuerdings soll Borna helfen. 2014 hatten Regis-Breitingen und Neukieritzsch eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit geschlossen mit dem Ziel, nach zehn Jahren eine Einheitskommune zu bilden. Davon will Regis sich jetzt verabschieden, das hat der Stadtrat beschlossen.

Kooperationsvereinbarung nicht einseitig kündbar

Sowohl das Landratsamt als auch das Innenministerium meinen aber, die Vereinbarung sei nicht einseitig kündbar. Neukieritzsch will ohnehin daran festhalten.

In dieser Situation trafen sich Karsten Jockisch sowie Gunter Straßburger und Andreas Schwarz von der Wählervereinigung „Bürger für Hagenest, Ramsdorf, Wildenhain“ (HRW) mit Hellriegel. Der Neukieritzscher Bürgermeister habe versichert, dass die Gemeinde nach wie vor an einer Zusammenarbeit mit Regis-Breitingen interessiert ist, sagte Jockisch der LVZ. Sie wolle die Gespräche gern wieder aufnehmen, aber erst, wenn der neue Stadtrat seine Arbeit aufgenommen hat.

Bestehende Kooperationen zwischen Vereinen und Feuerwehr

Jockisch selbst ist der Ansicht, Regis-Breitingen müsse sich einen Kooperationspartner suchen, „der zu uns passt“. Und er zählt auf, wo es bisher schon Zusammenarbeit mit Neukieritzsch gibt: in der Leichtathletik, bei den Männerchören, im Musikverein, bei den Feuerwehren.

Auch der LVZ versicherte Thomas Hellriegel: „Wir sind offen. Wir sollten nach der konstituierenden Sitzung sofort rangehen und miteinander reden.“ Der Bürgermeister bekräftigte, dass der Neukieritzscher Gemeinderat es abgelehnt hat, die Vereinbarung mit Regis-Breitingen zu kündigen, und diese nach wie vor als gültig ansieht.

Karsten Jockisch strebt nach dem Termin mit Hellriegel an, dass sich die Abgeordneten beider Orte möglichst schnell zur Beratung treffen. „Das sollte ein Gespräch auf Augenhöhe sein“, fordert er.

Jockisch will Falschinformationen richtigstellen

Nachdem in Regis zuletzt oft davon gesprochen worden sei, Neukieritzsch wolle nicht mehr mit Regis-Breitingen zusammenarbeiten, könne er, Jockisch, seinen Wählern jetzt sagen: „Das stimmt nicht, der Bürgermeister der Gemeinde ist an einer Zusammenarbeit interessiert.“

Von André Neumann

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