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Borna Hunderte stürmen noch einmal die „Mücke“ in Neukieritzsch
Region Borna Hunderte stürmen noch einmal die „Mücke“ in Neukieritzsch
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12:33 17.09.2019
Neukieritzscher Mücke-Revivalparty: Rainer Colditz und Sabine Rauschenbach (vorn) freuen sich über die Mappe mit alten Fotos. Quelle: Bert Endruszeit
Neukieritzsch

Gänsehaut pur und viele Freudentränen – genau das war zur Revivalparty in der einstigen Tanzgaststätte „Mücke“ angesagt. Denn mit derkurzzeitigen Wiedereröffnung des Kultlokals erfüllten sich in Neukieritzsch viele Träume. So auch für Karin Bischoff. „Wenn Tilli hier sang, schlossen wir die Augen und hörten Heintje“, erinnerte sich die 77-Jährige.

„Einmal mussten wir hier die Bar übernehmen, weil das Personal krank war. Da haben wir Unmengen an Geld verdient.“ Sie findet es einfach toll, was die jungen Leute jetzt auf die Beine gestellt haben. „Da kann man nur fünf Hüte ziehen. Das ist ein Traum und wie ein großes Klassentreffen.“

Revivalparty für die meisten eine kleine Zeitreise

Rainer Colditz kennt die „Mücke“ noch aus den Siebzigerjahren: „Wir haben um die Karten gekämpft, meistens hat uns ein Freund die Tickets beschafft.“ Die Revivalparty war für ihn nun wie eine kleine Zeitreise. Auch Sabine Rauschenbach war Feuer und Flamme: „Die haben sich hier richtig viel Mühe gegeben und sogar Mappen mit historischen Fotos auf die Tische gelegt.“

Hunderte Besucher erlebten für einen Tag die Wiederbelebung des Kult-Tanzlokals „Mücke“ in Neukieritzsch

Es sei toll, dass sich für das Vorhaben auch Sponsoren gefunden haben. Monika Franke hat 1976 in der „Mücke“ ihre Hochzeit gefeiert. „Mit meinem Kleid bin ich hier in eine Pfütze gefallen. Das werde ich nie vergessen. Die Pfütze gibt es sogar heute noch.“

Immer volle Hütte bis zur Jahrtausendwende

Bis zu 700 Gäste feierten vom Nachmittag bis in die Nacht die Auferstehung des Tanzlokals und die alten Zeiten. Jana Colditz stand in dem Kultlokal bis zur Schließung um die Jahrtausendwende an der Bar. „Fast jeden Freitag und Sonnabend habe ich hier gearbeitet, da ging ich noch aufs Gymnasium“, erinnerte sie sich. „Hier war immer volle Hütte.“ Keine Frage, dass sie nun mit klopfendem Herzen ihre alte Arbeitsstätte inspizierte. „Sogar die Tür von damals ist noch da.“

Organisator Steve Liebeheim musste viele Hände schütteln. „Die Leute haben sich heute sicher 1000 Mal bei mir bedankt. Da gab es ganz viele Gänsehautmomente.“ Er freute sich ganz besonders darüber, dass hier 20 Helfer mehr als zwei Monate lang angepackt haben.

Wiederbelebung des Gebäudes nicht unmöglich

Wird es eine Fortsetzung geben? Der heutige Eigentümer Andreas Siegl hält das nicht für unmöglich: „Ich war ja gleich Feuer und Flamme und habe gemerkt, wie viel Herzblut hier dranhängt.“ Eine weitere temporäre Nutzung sei durchaus denkbar. „Vielleicht gibt es für die Wiederbelebung des Gebäudes sogar Fördermittel. Ich halte das durchaus für möglich.“

Von Bert Endruszeit

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