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Borna In Bädern der Region Borna-Geithain herrscht Hochbetrieb
Region Borna In Bädern der Region Borna-Geithain herrscht Hochbetrieb
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11:51 29.07.2019
Das Böhlener Bad verfügt über eine Rutsche. Quelle: René Beuckert
Geithain/Borna/Böhlen

Viele Menschen zieht es bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius im Schatten ans Wasser. Die Freibäder freuen sich seit Tagen über Hochkonjunktur. Schwimmmeister Uwe Krause und Rettungsschwimmerin Milena Stets haben in Geithain das Geschehen im und am Becken aber auch auf den angrenzenden Liegewiesen im Blick. „Wir achten auf Sauberkeit und Ordnung. Die meisten Leute legen selber Wert darauf und benehmen sich entsprechend rücksichtsvoll“, stellt Krause fest.  Rettungsschwimmerin Stets freut sich über die vielen jungen Besucher, die sich sichtlich wohl fühlen, wie sie sagt. „Es bereitet mir Vergnügen, den Kindern Schwimmunterricht zu geben.“ Familie Skopp aus Rochlitz nutzt oft das Freibad in Geithain. „Obwohl wir im Ort selber ein Freibad haben, kommen wir öfter hierher, weil uns die Atmosphäre gefällt“, meint Yvonne Skopp. Ihr Ehemann Andreas sagt, dass er sein Kind beim Schwimmunterricht in guten Händen wisse. „Der gepflegte Zustand der Anlage ist augenfällig“, hebt Yvonne Skopp hervor.

Kurze Wege im Geithainer Bad

Badegast Patrick Kaufmann nutzt seit Jahren das Freibad. „Hier sind alle Wege zu Umkleide oder Imbiss kurz, und das Bad wirkt nicht überfüllt, obwohl viele Leute da sind.“ Auch habe er festgestellt, dass sogar das Planschbecken mit einem Sonnensegel überdacht ist.

Gäste loben die Ordnung und Sauberkeit sowie die familiäre Atmosphäre

Das Naturbad Harthsee bei Borna kommt ohne Schwimmmeister aus. Nur der Parkplatzwächter Sigmar Naumann regelt den Einlass. „Etliche Besucher reisen von außerhalb an, was ich zumeist an den Autokennzeichen erkenne. Vor allem Chemnitzer und Zwickauer nutzen die Bademöglichkeit“, stellt er fest.

Klares Wasser im Harthsee

Einer der Badegäste ist Uwe Mälzer aus Flöha. „Wir sind mit Freunden hier. Was uns besonders auffällt, ist die Naturbelassenheit des Areals. Das Wasser ist klar“, staunt Mälzer. Er fügt noch hinzu, dass sie gerademal eine Stunde über die Autobahn bis hierher brauchten. Der Bad Lausicker Torsten Krug hat einen kürzeren Anfahrtsweg. „Obwohl es hier keine Aufsicht gibt, ist dennoch alles sauber, und ich kann mich in einer intakten Natur frei bewegen.“

Auch das Böhlener Freibad macht einen gepflegten Eindruck. Betreiber Dirk Wagner sagt, mit ungefähr 700 Gästen täglich sei das Bad quasi nur zur Hälfte besucht. „In den heißen Tagen im Juni, als noch keine Urlaubssaison war, hatten wir etwa 1400 Besucher gezählt“, weiß Wagner.

Familiäre Atmosphäre in Böhlen

Familie Ziegler kommt aus der nahen Messestadt, um hier einige Stunden Badevergnügen zu erleben: „In Leipzig sind die Freibäder hoffnungslos überfüllt.“ Auch Besucherin Gerlinde Beyer fühle sich in den Freibädern der Großstadt nicht mehr wohl. „Hier hingegen herrscht noch eine familiäre Atmosphäre, was mir gefällt“, hebt sie hervor. Auffallend sind Leute mit Tätowierungen, die diese ohne Scheu zur Schau stellen. Jedes Motiv hat seine eigene Geschichte, die zumeist nur der Träger kennt. Katja Schneider hat mit 15 Jahren ihre Liebe zum Tattoo entdeckt. „Anfangs sollte es nur ein Motiv sein, das meinen Körper ziert. Mittlerweile ist mehr daraus geworden“, erklärt sie. Die Abbildungen sind vielfältig. Selbst der Sandmann ist dabei, und auch Frau Elster aus dem Märchenwald fehlt nicht.

Tattoos als ständiger Blickfang

„Ich bin älter geworden, und da haben sich nun auch die Motive gewandelt“, sagt die blonde junge Frau. Ganz frisch ist ein Simsonzweirad auf dem rechten Bein zu erkennen. Ausschlaggebend für das Tattoo sei nicht nur die Tatsache, dass sie selbst einen solchen Roller fahre, sondern auch, dass sie erst dieser Tage beim Simsontreffen in Zwickau war. „Das gute Gefühl wollte ich einfach mitnehmen“, hebt sie hervor.

Frances Bernhardts linker Arm ist mit verschiedenen Motiven versehen, die kleinen Kunstwerken gleichen. „Den letzten Anstoß für mein erstes Motiv gab die Tätowierung meines Vatis, die ich toll fand. Im Laufe der Zeit sind immer mehr Motive, wie diese Fee, hinzugekommen. Das ist schon fast wie eine Sucht“, lächelt Frances. Auf die Bilder werde sie mitunter auch von Leuten angesprochen, weil ihnen diese gefielen.

Von René Beuckert

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