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Borna In Großdeuben kann bald gebaut werden
Region Borna In Großdeuben kann bald gebaut werden
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08:47 16.01.2019
In Böhlen ist die Genehmigung für die Bebauung an der Lindenstraße eingetroffen. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Was lange währt, wird endlich gut. In Böhlener Bauamt liegt mittlerweile der von der Landesdirektion genehmigte Bebauungsplan Lindenstraße (Zeschwitzer Straße) vor. Damit kann im Stadtteil Großdeuben jetzt die Erschließung des zweiten Bauabschnitts beginnen.

Dabei hatten sowohl die Grundstückseigentümer als auch Bauträger Claude Böhler gehofft, dass alles viel schneller vorangeht. Denn obwohl der Böhlener Stadtrat den mehrmals überarbeiteten B-Plan bereits Ende Juni 2018 endgültig abgesegnet hatte, wurde er erst im September beim Landkreis Leipzig eingereicht, der wiederum für die Genehmigung verantwortlich ist.

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Urlaub und Krankheit seien Grund für Verzögerungen

Laut Stadtverwaltung sei es Urlaub und Krankheit geschuldet, dass es zu eben dieser Verzögerung kam, die gleich für mehrere Familien unangenehm wurde, da die Baufreigabe nicht erfolgen konnte. Die Verzögerung brachte es außerdem mit sich, dass ein Investor absprang, der auf einem Grundstück in der Zeschwitzer Straße ein Lebensmittelgeschäft bauen wollte, nachdem der Konsum im Stadtteil dicht gemacht hatte.

Dabei sei laut Böhler die Nachfrage nach einer Art Tante-Emma-Laden oder kleinem Supermarkt durch das wachsende Wohngebiet groß. Der Grund für die Absage des Investors: Das Areal sei wegen der fehlenden Genehmigung bis Jahresende nicht bebaubar gewesen. Böhler will nun selbst versuchen, das Projekt auf eigene Faust zu realisieren.

Wasserwerke Leipzig haben Pläne geändert

Verzögerungen beim B-Plan gab es aber noch von anderer Stelle. Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) hatten für die Erschließung ursprünglich geplant, ein Trennsystem zu schaffen, bei dem das anfallende Regenwasser in bestimmten Abständen in einen Stauraum geleitet wird, um dann in das Abwassersystem eingeleitet zu werden. Zwar war das System im B-Plan auch genehmigt worden, allerdings hatten die KWL ihre Pläne noch einmal geändert.

Ins Gespräch kamen stattdessen Rigolen (unterirdische Wasserspeicher) in der öffentlichen Straße. Nach Abstimmung mit der unteren Wasserbehörde wurde diese Variante noch Weihnachten genehmigt. „Außerdem haben alle Medien ihre Erschließung bekundet und stehen Gewehr bei Fuß. Somit ist ein gutes Omen geschaffen, um eine baldige Baufreigabe zu ermöglichen“, macht Böhler deutlich.

Von Julia Tonne