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Borna In Neukieritzsch wird ausreichend Blut gespendet
Region Borna In Neukieritzsch wird ausreichend Blut gespendet
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15:00 26.07.2019
In Neukieritzsch blieben beim Blutspendetermin des DRK nur kurz die Liegen frei – lediglich zum Wechsel der Spender. Quelle: René Beuckert
Neukieritzsch

In Neukieritzsch ist derzeit vom Mangel an Blutspendern kaum etwas zu merken. Zahlreiche Neukieritzscher waren kürzlich dem Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes gefolgt fanden sich zur Blutspendeaktion in der Grundschule ein.

Schwester Steffi Schüppel stellt fest, dass die Spendenbereitschaft hier groß ist. „Auch bei schlechtem Wetter und besonders jetzt, in der Hitze, lassen sich die Leute Blut abnehmen. Das Spendenbewusstsein scheint wieder gewachsen zu sein, dennoch reichen die Blutkonserven insgesamt kaum aus“, macht sie deutlich. Das DRK könnte noch wesentlich mehr Blut gebrauchen, das dann beispielsweise in Herzkliniken und der Notfallmedizin zum Einsatz kommt. „Eigentlich sind wir im Raum Chemnitz unterwegs, doch wenn Bedarf besteht, unterstützen wir die Leipziger Kollegen mit”, so Schwester Steffi.

In Neukieritzsch hatten große Banner zum Blutspenden aufgerufen

Eine Spenderin, die trotz der Hitze kommt, ist Nadine Slanieg. „Ich habe Kinder und wenn einmal ein Notfall eintreten sollte, was ich nicht hoffe, könnte eine Blutspende lebensrettend sein. Da ich gesund bin, steht einer Blutspende nichts im Wege“, begründet sie. In Neukieritzsch hatten große Banner schon Tage zuvor zum Blutspenden aufgerufen.

Auch Kati Held war dem Aufruf gefolgt. „Ich habe das letzte Mal vor 20 Jahren Blut gespendet. Als ich dieser Tage den Aufruf las, habe ich mich an früher erinnert, wo ich regelmäßig an solchen Aktionen teilgenommen habe. Ich möchte auf diese Weise anderen helfen. Es ist nur ein kleiner Nadelstich und auch der Zeitaufwand hält sich in Grenzen“, sagt sie. Jetzt möchte sie wieder regelmäßig an Blutspendeterminen teilnehmen.

Resonanz zur Blutspende sei in der Region groß

Obwohl Heidi Bauer am Blutspendetag Geburtstag hat, ließ auch sie sich nicht abhalten, den Termin wahrzunehmen. „Blut zu spenden ist nichts Schlimmes und tut nicht weh. Ich kann damit anderen Menschen helfen, was ein gutes Gefühl gibt“, so Bauer. Seit mehr als acht Jahren nehme sie daran teil. Und solange wie sie gesund ist, wird sie es weiterhin tun, sagt die junge Frau. Dass Sven Große regelmäßig zur Blutspende kommt, ist eher einem Zufall zu verdanken.

„Ein Freund von mir ist eifriger Blutspender und hat mich einmal mitgenommen. Seitdem bin ich regelmäßig mit dabei. Motivation für mich ist, Menschen in Not zu helfen. Meiner Meinung nach sind viele Leute bereit, sich Blut abnehmen zu lassen“, beobachtet Große. Weiter sagt er, dass er manchmal sogar warten musste, so groß sei die Resonanz gewesen. Die Prozedur der Blutentnahme würde aber nicht all zu lange dauern. Stefan Piosek will nichts dem Zufall überlassen und spendet deshalb Blut. „Vielleicht bin ich selber einmal in einer Notlage und dann froh, mit Blutkonserven versorgt zu werden. Würde niemand dem Aufruf folgen, gäbe es im Ernstfall auch kein Blut.

Von René Beuckert

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