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Borna Jugendforum organisiert Open-Air-Kinoabend
Region Borna Jugendforum organisiert Open-Air-Kinoabend
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18:12 16.08.2018
Auf der Suche nach einem Logo: Böhlens Jugendforum nimmt die Arbeit auf. Quelle: Marcus Stöver
Böhlen

Borna ist Vorbild, Böhlen auf einem guten Weg, dem Kinder- und Jugendparlament der Großen Kreisstadt nachzueifern. In Böhlen haben sich erst vor wenigen Wochen rund zehn Jugendliche zusammengefunden, um ein Jugendforum zu etablieren. Die Grundbausteine sind gelegt, nun steht bereits das erste Projekt an: am Freitag, 24. August, soll es einen Open-Air-Kinoabend geben. Weitere Wünsche der Mädchen und Jungen für die Zukunft: eine schönere Stadt, in der mehr für den Nachwuchs getan wird. Aus dem Grund werden sie nun selbst aktiv.

Großes Interesse in der Kommune

Die Idee zu einem eigenen Jugendforum stammt vom Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig, der mehrere Städte und Gemeinden angeschrieben hatte, sich letztlich aber für Böhlen entschied. „Das Rathaus hier hat sich dem Vorhaben gegenüber besonders offen gezeigt“, begründet Maria Dießner, die einst selbst in einem Jugendparlament gewirkt hat und mittlerweile im Markkleeberger Stadtrat sitzt. Ihr und ihrem Kollegen Marcus Stöver ist es gelungen, etliche Schüler dafür zu begeistern. „Eine große Resonanz auf unseren Aufruf hatten wir uns zwar erhofft, dennoch waren wir von den zahlreichen Mädchen und Jungen überrascht, die sich am Jugendforum beteiligen wollen“, sagt Dießner.

Akteure wünschen sich Jugendtreff

Die Wunschliste der Jugendlichen, um Böhlen attraktiver zu machen, ist mittlerweile lang. Die Ideen reichen von mehr Mülleimern im Stadtgebiet über Einfluss bei schulischen (Bau-) Vorhaben bis hin zu einem neuen Jugendtreff. Zwar gab es bis Ende 2016 noch einen Jugendclub in der Stadt, doch der musste schließen, weil sich der Trägerverein Familien- und Jugendhilfe Böhlen aufgelöst hatte.

Mehr Freizeitangebote an oberster Stelle

An erster Stelle der Liste stehen deutlich mehr Freizeitangebote in der Stadt. Denn davon gebe es zu wenige. Realisierbar seien laut der Jugendlichen unter anderem ein Open-Air-Kino und ein Grillplatz. Andere Überlegungen wie eine Autorennstrecke und ein See mit Segelmöglichkeit müssen wohl Wunschdenken bleiben. Um das Kino umzusetzen, wandten Dießner und Stöver mit den Jugendlichen zunächst eine eher ungewöhnliche Methode an und stellten die Frage, was getan werden müsse, damit das Kino scheitert und kein Besucher kommt. „Im nächsten Schritt haben wir die Negativideen schlicht umgedreht“, erklärt Stöver. Damit die Veranstaltung ein Erfolg werde, brauche es die richtige Technik, einen guten Film, Essen und Getränke sowie einen günstigen Termin und einen Platz mit ausreichend Sitzgelegenheiten. Gesagt, getan: am 24. August flimmert ein Film im Kulturpark über die Leinwand, die Technik stellt der Landesfilmdienst. Welcher Streifen letztlich läuft, entscheiden die Böhlener in wenigen Tagen via Internet.

Finanzierung für ein Jahr

Für Dießner ist es ungemein wichtig, dass sich Jugendliche in ihrer Stadt einmischen. „Zum einen profitieren die Schüler selbst davon, indem sie demokratische Handlungskompetenzen lernen und selbstständig Projekte in Angriff nehmen, zum anderen werden die Kommunen für die Wünsche und Vorstellungen der Jugend sensibilisiert“, macht sie deutlich. In den nächsten Woche gehe es daher nicht nur darum, weitere Ideen zu entwickeln und zu realiseren, sondern auch darum, sich mit politischen Entscheidungsprozessen auseinander zu setzen. Heißt: Besuche bei der Böhlener Stadtratssitzung stehen genauso an wie Ausflüge zum Land- oder Bundestag.

Finanziert wird das Jugendforum zunächst einmal für ein Jahr über das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ des Freistaates Sachsen. Sollte es erfolgversprechend sein, kann sich Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) durchaus eine teilweise Finanzierung von Seiten der Stadt vorstellen – wenn der Stadtrat grünes Licht gibt.

Von Julia Tonne

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