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Borna Kein Start 2019 für Groitzscher Rewe-Neubau
Region Borna Kein Start 2019 für Groitzscher Rewe-Neubau
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18:00 25.06.2019
Der Pegauer Rewe-Markt war am 24. November 2018 letztmals geöffnet, bei der geplanten neuen Filiale in der Nachbarstadt Groitzsch dauert es noch. Quelle: stadt-pegau.de
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Groitzsch

Reichlich Gras ist über die ersten Baggerspuren auf dem geplanten Rewe-Markt-Gelände in Groitzsch gewachsen. Vorerst werden auch keine weiteren Baufahrzeuge den Platz beanspruchen, weil die bürokratischen Vorarbeiten andauern. Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans (B-Plan) „Gewerbegebiet Süd, an der B 176“ dreht eine weitere Runde. Bürgermeister Maik Kunze (CDU) geht davon aus, dass es 2019 keinen Baustart gibt.

Archäologen geben Rewe-Neubau-Gelände nicht auf

Das Hickhack um die Ansiedlung des Lebensmittel-Vollsortimenters und eines weniger umstrittenen Drogeriemarktes (Rossmann) dauert schon Jahre. Im Februar nahmen auf der Fläche neben der Bundesstraße 176 am südlichen Ortsein- und -ausgang die Archäologen ihre Arbeit auf. Viel zu finden, hatten sie gehofft. Die Ergebnisse waren dann wohl recht übersichtlich. Aufgegeben haben sie dennoch nicht. „Es ist angekündigt worden, dass sie mit Beginn der Bautätigkeit begleitend weitermachen“, sagt Kunze. „Aber das soll nur auf die Bereiche beschränkt werden, wo dann tatsächlich mal Gebäude stehen werden.“

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Satzungsbeschluss zum B-Plan für Dezember avisiert

Unterdessen sieht der Zeitplan jetzt den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplanverfahren für die Stadtratssitzung am 5. Dezember vor. Erst danach wird der Investor den Bauantrag stellen. „Es dauert eben alles“, so der Bürgermeister. „Weil wir die Einwände ernst nehmen, die es bei der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Behörden gegeben hat.“ Vor allem die Bedenken der Nachbarstadt Pegau, die sich an der Rewe-Größe am Ortsrand stößt, und die immissionsschutzrechtlichen Belange spielen da eine Rolle. „Wir wollen das vernünftig und tiefgründig betrachten, um dann Abhilfe zu schaffen beziehungsweise besser zu erklären, warum wir auf etwas nicht eingehen.“ Auf den neuen Entwurf können Bürger und Ämter im Oktober schauen.

Rewe-Größe soll nicht geändert werden

So werde darauf geachtet, möglichst wenig Lärmeinfluss auf die Umgebung zu schaffen. An den 1500 Quadratmetern für Rewe (mit Backshop; plus 700 Quadratmeter für die Drogerie) solle aber festgehalten werden; Pegau will eine Beschränkung auf 800 Quadratmeter. „Aus unserer Sicht ist das genehmigungsfähig, das haben uns Behörden auch so signalisiert“, sagt Bürgermeister Kunze. „Und ein Stück weit muss auch die Wirtschaftlichkeit für das Unternehmen einbezogen werden. Es gibt da inzwischen viel Bewegung bei den verschiedenen Handelsketten“, fügt er vielsagend an.

Von Olaf Krenz