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Borna Kinderbetreuung wird wieder teurer
Region Borna Kinderbetreuung wird wieder teurer
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11:48 01.09.2018
Die neue Erhöhung der Elternbeiträge hängt noch mit dem Betriebskostenanstieg in der alten Kindertagesstätte an der Schillerstraße zusammen – vor allem mit höheren Personalausgaben. Quelle: Andreas Döring
Regis-Breitingen

 Eine neue bittere Pille verabreicht Regis-Breitingen Familien, die ihren Nachwuchs betreuen lassen. Wie in den Vorjahren hat der Stadtrat die Gebühren für die Kindereinrichtungen angehoben. „Anheben müssen“, sagte Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) bei der Sitzung am Donnerstagabend. „Die Betriebskosten sind 2017 wieder gestiegen. Da müssen wir die Elternbeiträge anpassen.“ Für Kindergarten und -krippe sind das mehr als zehn Prozent Steigerung.

Gründe: Tarifänderung und Betreuungsschlüssel

Mit dem Neubau der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Breitingen hat das aber nichts zu tun, so der Stadtchef. Die wurde ja erst Ende November bezogen. Zwar habe die Stadtverwaltung versucht, die Ausgaben, etwa für Reparaturen, in der bisher genutzten alten Villa an der Schillerstraße möglichst gering zu halten. Die höheren Betriebskosten seien aber nicht zu verhindern gewesen, weil fürs Personal mehr Geld zu zahlen war; auch in der Kita „Rasselbande“ im Ortsteil Ramsdorf und im Hort.

„Das betraf zum einen die Tarifänderung, wobei unser freier Träger Awo noch gegenüber dem öffentlichen Dienst und anderen Betreibern hinterherhängt. Und der neue Betreuungsschlüssel hat sich ausgewirkt, weil mehr Mitarbeiterinnen nötig sind“, erklärte Lenk.

Steigerung in der Krippe am höchsten

Damit kostete etwa ein Krippenplatz bei neunstündiger Betreuung zuletzt monatlich 891,89 Euro, das waren 84,50 Euro mehr als im Jahr zuvor. In diesen Aufwand teilen sich die Stadt, die Eltern und das Land.

In der Krippe sind künftig von den Familien für das erste Kind bei neun Stunden Betreuung am Tag monatlich 205,13 Euro zahlen – eine Erhöhung um 19,43 Euro beziehungsweise 10,5 Prozent. Für den Kindergarten werden bei gleichen Bedingungen 129,85 Euro fällig (plus 11,97 Euro, Anstieg 10,2 Prozent). Im Hort heißt der neue Betrag für sechs Stunden Betreuung 77,90 Euro (plus 5,24 Euro, Anstieg 7,2 Prozent). „Alle anderen Werte – für weitere Kinder, andere Stundenzahlen und bei Alleinerziehenden – werden davon abgeleitet“, so der Bürgermeister.

Ab Januar wird es teurer

Ein längeres Aufschieben der Gebührensteigerung würde nur Eltern belasten, die mit dem Verursachungszeitraum nichts zu tun haben, und noch größere Sprünge mit sich bringen, fügte Wolfram Lenk hinzu. Dennoch sollen die höheren Summen erst zum 1. Januar 2019 in Kraft treten.

Stadtrat Werner Heiche (FDP) wollte dem Beschluss nicht zustimmen. „Warum werden dort, wo die Bundesregierung sitzt, im Land Berlin, keine Gebühren verlangt? Da könnte sich in Sachsen der Herr Kretschmer (Ministerpräsident, CDU; d. A.) mal drum kümmern.“ Die Bürgermeister und Kommunen müssten viel mehr Druck machen, forderte er. Das erfolgt durchaus, entgegnete Lenk. „Aber es ist Aufgabe der großen Politik.“

Letztlich beschloss der Stadtrat mit acht Ja-Stimmen bei je zweimal Nein und Enthaltung die Erhöhung der Elternbeiträge.

Von Olaf Krenz

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