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Borna Kirchgemeinde Kitzen dankt Pegauer Feuerwehren
Region Borna Kirchgemeinde Kitzen dankt Pegauer Feuerwehren
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12:00 13.05.2019
Beim Dankeschönfest für die Feuerwehren bereiten sich die Kinder der Kirchgemeinde Kitzen auf den „Engelsrap“ vor. Quelle: Kirchgemeinde
Pegau/Kitzen

Die Evangelische Kirchgemeinde Kitzen sagte mit einem Fest den Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Pegau ein Dankeschön für ihre Arbeit und Einsatzbereitschaft. Im Mittelpunkt stand die Möglichkeit für die Kameraden, mit einer Übung vor Zuschauern zu zeigen, mit welchem Können sie zu Werke gehen und wie nötig ihr ehrenamtliches Wirken ist.

Gleichzeitig machten sie darauf aufmerksam, dass die Brandschützer dringend Verstärkung benötigen. Die Veranstaltung geht auf eine Idee von Vikar Christoph Backhaus (Theologe in der Ausbildung) zurück.

Die Kirchgemeinde Kitzen hat ein Fest als Dankeschön für die Feuerwehren der Stadt Pegau organisiert, bei dem auch um Verstärkung für die Brandschützer geworben wird. Quelle: Kirchgemeinde

Auch wenn der Vergleich hinkt: Als kürzlich die Kathedrale Notre-Dame de Paris brannte, waren 400 Feuerwehrleute im Einsatz. Bei den Flammen in der Dorfkirche kamen nur fünf. Zumindest konnte die Kitzener Feuerwehr nur ein Quintett zum Übungsbrand in der Kreuzkirche schicken.

Dies spiegele auch die Realität, wenn es unter der Woche zu einem tatsächlichen Notfall käme, sagte der Pegauer Stadtwehrleiter Marco Becher, dem insgesamt fünf Ortswehren unterstehen. „Wenn sich in den nächsten zwei, drei Jahren nichts an der Personalsituation der Freiwilligen Feuerwehr Kitzen ändert, dann muss ich sie abmelden“, nannte er die bittere Konsequenz.

Feuerkatastrophe von Notre-Dame zeigt Gefahr für die Kirchen

Dass dies dramatische Folgen für alle hätte, steht außer Frage, meinte Vikar Backhaus. „So lange nichts passiert, ist alles in Ordnung. Wie schnell aber etwas passieren kann, hat die Feuerkatastrophe von Notre-Dame gezeigt.“ Warum sich in Kitzen und anderswo zu wenige für die Arbeit der Feuerwehren interessieren, sei vielfältig.

Es sei aber offensichtlich, dass das nicht so bleiben kann. „Die Arbeit aller Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren ist zu wichtig, als dass sie außer Blick geraten dürfte“, so Backhaus. Aus dieser Erkenntnis sei die Idee zu dem kleinen Fest entstanden.

Nicht in die durchaus realistische Übung eingeweiht, machten alle Besucher große Augen, als dichter Qualm aus der Tür der Patronatsloge der Kirche drang. Zwei Jugendliche waren im Obergeschoss eingeschlossen. Kurz nach dem Anruf bei der Leitstelle erklangen die Sirenen im Dorf und in den umliegenden Ortschaften.

Kitzener Löschzug übte Brand in Kirche zu bekämpfen

Nach sieben Minuten rückte der Kitzener Löschzug mit fünf Mann an. Oberste Priorität hatte die Rettung der eingeschlossenen Jugendlichen. Die Kameraden retteten die beiden mittels Leiter und versuchten dann, die Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Kurze Zeit später kamen die Nachbarwehren aus Schkorlopp, Werben, Wiederau und Pegau mit weiteren zehn Akteuren zur Unterstützung – wie es auch sonst der Fall sein soll. Und nach einer halben Stunde wurde vermeldet: „Feuer aus!“

Die Kameraden der Pegauer Feuerwehren zeigen bei einer Übung, in der ein Kirchenbrand simuliert wird, ihr Können und retten zwei Jugendliche. Quelle: Kirchgemeinde

Schkorlopper Ortswehrleiter will ermutigen, bei Kameraden mitzumachen

René Bleidorn, Vize-Stadtwehrleiter und Schkorlopper Ortswehrleiter, erklärte das Vorgehen fachmännisch. Die Zuschauer waren doch überrascht, wie lange sieben Minuten werden können, wenn Gefahr in Verzug ist und auf die Feuerwehr gewartet wird. „Wichtig war uns“, sagte Kitzens Wehrleiter Mario Götze, „keine geschönte Übung zu zeigen, sondern den Menschen vor Augen zu führen, wie es unter realen Bedingungen wäre. Wir wollen sensibilisieren und auch ermutigen, bei uns mitzumachen.“

Im Anschluss gab es Kaffee, Kuchen und Gespräche. Die Kinder der Kirchgemeinde rappten und tanzten den „Engelsrap“ und übergaben den Brandschützern je einen Schutzengel, der sie bei ihren Einsätzen behüten möge.

Von LVZ

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