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Borna Kitzen: Feuer zerstört Laube und Terrasse
Region Borna Kitzen: Feuer zerstört Laube und Terrasse
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16:45 06.07.2018
Von einem brennenden Feld hätten die Flammen am Dienstag fast auf ein Wohnhaus übergegriffen (Symbolfoto).
Von einem brennenden Feld hätten die Flammen am Dienstag fast auf ein Wohnhaus übergegriffen (Symbolfoto). Quelle: Rocci Klein
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Pegau/Kitzen

Ein Feldbrand bei Kitzen hat am Dienstag das Wohngebiet Rodeland gefährdet – und zum Teil in Mitleidenschaft gezogen. Bei einem Grundstück erreichten die Flammen sogar das Wohnhaus, konnten aber von den Feuerwehrleuten gestoppt werden, ehe sie das Heim der Familie unbewohnbar machten.

„Wir wurden kurz vor 13 Uhr zu einem Flächenbrand auf einem Getreidefeld am Zitzschener Weg gerufen“, sagt der Pegauer Stadtwehrleiter Marco Becher, der den Einsatz leitete. „Neben der Wasserknappheit waren die Windverhältnisse problematisch. Sie trieben das Feuer auf die Wohnbebauung zu.“

Großtanker geordert

Da abzusehen war, dass die Wehren Pegau, Kitzen, Werben, Schkorlopp und Wiederau den ausufernden Brand nicht allein löschen können, „habe ich Großtanker nachgeordert“, so Becher. Zu Hilfe kamen entsprechende Fahrzeuge der Feuerwehr Markkleeberg und der Berufsfeuerwehr Leipzig, Wache Südwest. Der Einsatzleiter zog dann eine Wehr von der Feldseite ab und ließ sie vom Wohngebiet aus eine stabile Wasserversorgung aufbauen und gegen den Brand vorrücken.

Flammen erreichten das Wohngebiet

„Trotz aller Bemühungen griffen die Flammen auf den Heckenstreifen über, der das Rodeland abgrenzt, wo sie einigen Schaden anrichteten“, sagt der Einsatzleiter. „Schlimmer noch: Bei einem Grundstück zerstörten sie auch das Gartenhaus und die Terrasse. Erst am Haus bekamen wir das Feuer in den Griff.“ Die Familie sei nicht zu Hause, dann aber umso geschockter gewesen, als sie den erheblichen Schaden an ihrem Eigenheim sah. „Klar, dass das die Leute mitnimmt.“

Zwischenzeitlich hatten Nachbarn den Kameraden geholfen. „Ein Anwohner stand dabei zu sehr im Qualm, sodass wir den Rettungsdienst anforderten, der den Mann untersuchte. Zum Glück war nichts Ernstes“, so Becher weiter.

Schneise verhinderte Übergreifen

Zudem hatte der Wind gedreht und trieb das Feuer in Richtung eines noch nicht abgeernteten Feldes. „Dort haben die Bauern aber schnell eine Schneise geschlagen, wodurch ein weiteres Übergreifen verhindert wurde.“ Schließlich konnte der Brand insgesamt gelöscht werden.

Die fünf Pegauer Ortswehren waren mit 29 Kameraden im Einsatz. Hinzu kamen die Kollegen aus Markkleeberg und Leipzig sowie ein stellvertretender Kreisbrandmeister.

Von Olaf Krenz