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Borna Kitzscher: Villageclub in Hainichen mit DJ Marc Werner lädt zur Geburtstagsparty
Region Borna Kitzscher: Villageclub in Hainichen mit DJ Marc Werner lädt zur Geburtstagsparty
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09:00 02.02.2017
DJ Marc Werner in seinem Studio in der Trennwandhalle in Hainichen. Quelle: André Neumann
Kitzscher/Hainichen

Einmal im Jahr trifft sich in Kitzscher die Dorfjugend zum Tanz. Soweit die eher konventionelle Umschreibung für die Party, die in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag im Rittersaal gefeiert wird. Dann bestimmen dort Dance, House, Techno, Electrosounds und Chill Music den Rhythmus, sorgen DJs mit Namen Tom B., Marc Werner, Thomas Beyer, Roboxx und JP für die richtigen Töne.

Veranstalter ist der Villageclub, der in diesem Jahr neun Jahre alt wird und aus diesem Anlass wieder einmal die Puppen tanzen lassen will. So wie vor einem knappen Jahrzehnt in der Trennwandhalle im Gewerbegebiet in Kitzschers Ortsteil Hainichen. Hier wird zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr getanzt, doch Marc Werner, der kreative Kopf der Veranstaltungs- und Vermittlungsagentur für elektronische Musik, hat sich hier ein kleines Büro beziehungsweise Studio eingerichtet, von dem aus er auf die Anfänge der Hainichener Electro-Musikszene hinunter- und zurückblicken kann.

Vor neun Jahren waren sie zu dritt: Stefan Frenzel, Michael Keil und er. Michael Keil ging bald eigene Wege, und Stefan Frenzel kümmert sich heute im Hintergrund nur noch um Steuern und Finanzen des kleinen Unternehmens. Er pfeift den Boss zurück, wenn der mal wirtschaftlich über die Stränge zu schlagen droht.

Der 30-Jährige wollte schon immer an die Regler. „Auf Partys hab ich immer hinter dem DJ gestanden und gedacht: Das will ich auch machen.“ Dann ging er erst einmal bei einem Bornaer Bäcker in die Lehre, arbeitete dort ein paar Jahre – und bekam eine Mehlstauballergie. Zeit für den Absprung und den Wechsel ins Musikgeschäft. Mit dem Villageclub als Basis und einer Solokarriere als DJ.

Die erste Party fand 2008 noch mit rund 400 Gästen im Saal in Hainichen statt. 2009 bis 2013 war die Trennwandhalle das Domizil der DJs und Partygäste. In der einstigen Montagehalle einer Firma für Trennwandsysteme legte einmal sogar der in der Szene berühmte Electro Ferris von der Gruppe Deichkind auf. „Da platzte die Halle aus allen Nähten“, erinnert sich Werner.

Der stand damals noch unter dem Pseudonym Elektroeuro hinter den Reglern, bis ihm ein Labelmitarbeiter sagte, dass sein echter Name als Marke für einen DJ viel besser klingt. Und als Marc Werner hat er dann auch das erreicht, was für einen DJ gewissermaßen den Durchbruch bedeutet: Er hat einen eigenen Titel veröffentlicht.

Der heißt „Wonderful Days“ und ist die Coverversion eines ungefähr 20 Jahre alten Liedes. Das Video dazu mit Sängerin Fabienne Rothe von „Deutschland sucht den Superstar“ wurde in Miami aufgenommen, und seitdem hat er einen Plattenvertrag beim erfolgreichen Hamburger Label Kontor Records. Und noch ein weiterer Traum ist wahr geworden. DJ Marc Werner wird mittlerweile auch für große Veranstaltungen gebucht, er legte im vorigen Jahr sogar schon einmal beim World Club Dome in Frankfurt auf, einem dreitägigen Tanzfestival mit zehntausenden Besuchern.

Trotz dieser Solo-Erfolge bleibt Marc Werner den Wurzeln treu, dem Villageclub, zu deutsch: Dorfclub. Der lädt am Jahresanfang und am Vorabend des Park- und Teichfestes nach Kitzscher ein und veranstaltet Partys auch anderswo im Landkreis Leipzig. Auch, wie Marc Werner sagt, weil hier im Süden von Leipzig ansonsten nichts Vergleichbares mehr angeboten wird für junge Leute. Einst begehrte Locations wie das Cult bei Borna und die Großküche in Grimma haben dicht gemacht.

Natürlich hat der Villageclub auch eigene DJs unter Vertrag: Thomas Beyer, Robexx, JP und Ravers Nightmare heißen die. Wer deren Musik auch zwischen den Partys hören will: Jeden Montag treffen sie sich bei Marc Werner im Studio und nehmen einen Livestream auf, der auf Facebook läuft. Am Sonnabend bespielen sie live den Rittersaal in Kitzscher. Das wird ganz gewiss ein „Wonderful Day(s)“ für die Dorfjugend.

Von André Neumann

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