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Borna Kitzscher hebt Baulandpreise erneut an
Region Borna Kitzscher hebt Baulandpreise erneut an
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11:31 29.05.2019
Im Wohngebiet Kitzscher-Nordwest gehen die Erschließung des Gebietes und der Bau von Häusern zügig voran. Quelle: André Neumann
Kitzscher

Die Stadt Kitzscher hebt erneut die Preise für kommunales Bauland im Wohngebiet Kitzscher-Nordwest an. Vor drei Jahren waren Baugrundstücke hier noch für weniger als 60 Euro je Quadratmeter zu haben. Jetzt klettert der Preis auf 87 Euro. Die neuen Preise hat der Stadtrat auf seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl beschlossen.

Seit 2016 erschließt die Stadt im Nordwesten zwischen Randsiedlung und Eichholz die Bauabschnitte zwei bis fünf des ursprünglichen Wohn- und Gewerbegebietes, das später zum reinen Wohngebiet umgestuft wurde. Der erste Bauabschnitt war seit 2001 privat erschlossen und vermarktet worden.

Dritter Abschnitt wird schon bebaut

Die Nachfrage nach den rund 85 kommunalen Baugrundstücken war von Anfang an groß. So groß, dass die Erschließung des Areals schneller als ursprünglich geplant vorangetrieben wird.

Bauabschnitt zwei, der erste, den die Stadt in Eigenregie erschloss, ist längst verkauft und wird bebaut. Bauabschnitt drei mit 33 Grundstücken ist seit Oktober 2018 fertig erschlossen, hier bauen ebenfalls die Ersten. Noch in diesem Jahr will die Stadt den vierten Bauabschnitt fertig erschlossen haben und dann gleich mit dem fünften beginnen.

Schon für den dritten Bauabschnitt waren die Preise zum ersten Mal erhöht worden, und zwar auf 74 Euro je Quadratmeter. Den Beschluss fasste der Stadtrat im Oktober 2017. Nur zehn Monate später folgte im Sommer 2018 eine Erhöhung auf 79 Euro.

Mit der Nachfrage steigt der Preis

Jetzt folgte die nächste Preissteigerung. Diesmal werden die Preise gestaffelt angehoben. Laut Stadtratsbeschluss sollen Bauwillige die letzten Grundstücke im dritten Bauabschnitt für 80 Euro je Quadratmeter bekommen. Im vierten Bauabschnitt, in dem auch schon die ersten Flächen verkauft wurden, kostet das Bauland künftig 84 Euro pro Quadratmeter, für Bauland im fünften und letzten Abschnitt verlangt die Stadt 87 Euro.

Neu aufgenommen wurde auch eine Anti-Spekulationsklausel, die sich ab sofort in den Kaufverträgen wiederfinden soll. Die Stadt verpflichtet die Käufer, das erworbene Grundstück innerhalb von drei Jahren zu bebauen. Bisher gab es nur eine Zehn-Jahresfrist für den Weiterverkauf eines Grundstückes. Wer innerhalb von zehn Jahren verkauft, muss den Mehrerlös an die Stadt abführen. Dabei bleibe es nach wie vor, sagte Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) der LVZ.

Ebenfalls unverändert will die Stadt einen Zuschuss zahlen, wenn Bauherren, die beim Kauf des Grundstückes nicht älter als 40 sind, dauerhaft nach Kitzscher ziehen.

Neuer Stadtrat konstituiert sich am 2. Juli

Mit der zügigen Entwicklung des Wohngebietes und der großen Nachfrage hat auch ein weiterer Beschluss der jüngsten Sitzung des Stadtrates zu tun. Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) ist ermächtigt worden, über den Sommer selbst Grundstücke zu verkaufen. Hintergrund: Bisher war üblich, dass der Stadtrat über jeden Verkauf einzeln entscheidet.

Nach der Kommunalwahl am 26. Mai wird sich der neue Stadtrat planmäßig am 2. Juli konstituieren. Die erste reguläre Sitzung mit inhaltlichen Beschlüssen ist erst für den 2. September vorgesehen. Damit der Grundstücksverkauf bis dahin nicht ruht, soll der Bürgermeister bis dahin die Verkäufe ohne Ratsbeschluss vornehmen dürfen.

Von André Neumann

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